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Britta Heidemann Fechetn
Aktuell noch ohne Ticket für Olympia: Britta Heidemann, Goldgewinnerin von 2008 © getty

Mit den ersten Qualifikationsturnieren am kommenden Wochenende beginnt für die deutschen Fechter der Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

Bis zum 31. März 2016 dauert der Qualifikationszeitraum, doch die Plätze für den Höhepunkt in Brasilien sind rar. Und der Modus kompliziert.

In den vier Mannschaftsdisziplinen Herrenflorett, Herrendegen, Damendegen und Damensäbel qualifizieren sich die ersten vier Teams der Weltrangliste, dazu kommt die nächstbeste Mannschaft jedes Kontinents aus den Top 16 der Weltrangliste.

Platz fünf würde für die Teilnahme an Olympia reichen. Das Besondere: Jede qualifizierte Mannschaft darf auch drei Starter im olympischen Einzelwettbewerb der jeweiligen Waffe stellen.

Für die nicht über die Mannschaft qualifizierten Athleten bleibt für die Einzelentscheidung nur der Weg über die Weltrangliste, dort gibt es aber nur noch zwei weitere Plätze für Europa.

Dies führt zu dem Kuriosium, dass beispielsweise aktuell die deutsche Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann keinen Startplatz in Rio hätte - obwohl sie derzeit auf Rang drei der Weltrangliste steht.

Das deutsche Degenteam wäre derzeit nicht qualifiziert, die beiden Europaplätze gingen an die in der Weltrangliste vor Heidemann platzierten Fechterinnen, da ihre Mannschaften ebenfalls aktuell nicht qualifiziert wären.

Im Herrensäbel und Damenflorett gibt es in Rio nur den Einzelwettbewerb. Es qualifizieren sich die ersten 14 der bereinigten Weltranglisten, d.h. aus jedem Land dürfen maximal zwei Starter in Rio dabei sein. Hinzu kommen pro Kontinent jeweils zwei weitere Teilnehmer basierend auf den folgenden WRL-Positionen.

Diese Regelung trifft vor allem die deutschen Säbelfechter hart. Das deutsche Quartett holte bei der WM im vergangenen Jahr den Titel, in der Olympiaqualifikation kämpfen sie gegeneinander um die Teilnahme.

Vier weitere europäische Plätze werden in sogenannten zwei Zonen-Qualifikationsturnieren vergeben.

Dort dürfen aber nur Athleten aus Ländern starten, die noch keinen Starter in Rio haben.

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