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Patrick Hausding verpasst bei der Heim-EM in Rostock eine Medaille
Patrick Hausding verpasst bei der Heim-EM in Rostock eine Medaille © Getty Images

Wassersprung-Weltmeister Patrick Hausding hat bei der Heim-EM in Rostock das anvisierte Gold vom 3-m-Brett klar verpasst.

Der Titelverteidiger musste sich im Finale am Donnerstag nach zwei völlig verpatzten Schlusssprüngen mit dem für ihn enttäuschenden fünften Platz zufriedengeben.

Topfavorit Hausding fehlten am Ende 44,25 Punkte auf den fehlerfreien Sieger Matthieu Rosset, der damit für Frankreich den ersten festen Startplatz in dieser Disziplin für Olympia 2016 in Rio sicherte.

Rosset hatte bereits tags zuvor vom 1-m-Brett triumphiert. Silber gewann der Russe Jewgeni Kusnezow vor seinem Landsmann Ilja Sacharow. Der Leipziger Stephan Feck wurde Siebter.

"Ich lag gut im Rennen, aber am Ende habe ich zu viele Fehler eingebaut. Das wird bei der Weltelite, die hier am Start ist, sofort bestraft", sagte Hausding, der in seiner Paradedisziplin
erstmals seit sechs Jahren keine EM-Medaille gewinnen konnte.

Bundestrainer Lutz Buschkow begründete den missglückten Auftritt seines Top-Athleten auch mit der kräftezehrenden Weltserie der vergangenen Wochen: "Die Formkurve über einen so langen Zeitraum zu halten, ist sehr schwierig. Das werden wir in der nächsten Saison mit Olympia als Höhepunkt sicher beachten."

Hausding hat bei der WM in sechs Wochen im russischen Kasan die nächste Chance, sein Olympia-Ticket für den Einzelwettkampf vom 3-m-Brett zu sichern. Dafür muss der Synchron-Weltmeister vom Turm lediglich unter die Top-12 kommen. Das ist für den elfmaligen Europameister ein mehr als realistisches Ziel.

Bei der EM bieten sich dem deutschen Vorspringer noch zwei Goldchancen: Im Synchronspringen vom 3-m-Brett am Freitag will Hausding mit Partner Feck nach fünf zweiten Plätzen in Folge endlich nach ganz oben aufs Podest springen.

Zum Abschluss am Sonntag können die Weltmeister Hausding/Sascha Klein vom Turm ihre Rekordserie auf acht EM-Titel hintereinander ausbauen.

Das Turm-Synchronpaar Maria Kurjo/My Phan hat derweil eine Medaille ebenfalls knapp verpasst.

Das Berliner Duo belegte in einem sportlich fragwürdigen Wettbewerb mit nur fünf teilnehmenden Paaren den vierten Platz mit einem Rückstand von 1,59 Punkten auf Bronze.

Den Titel sicherten sich Julia Timoschinina/Jekatarina Petuchowa (Russland) vor Georgia Ward/Robyn Birch (Großbritannien) und Villo Kormus/Zsofia Reisinger (Ungarn).

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