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Matthias Rath mit Totilas
Matthias Rath mit "Totilas" © Getty Images

Mitbesitzer Paul Schockemöhle will nach dem Karrieraus von "Totilas" den Samen des teuersten Dressurpferdes der Welt günstiger anbieten.

"Ich werde die Decktaxe senken. Die Begehrlichkeit der Züchter war nicht mehr so groß, weil 'Totilas' in den letzten fünf Jahren nicht der große Strahlemann war", sagte der Pferdehändler.

Bislang forderte der frühere Weltklasse-Springreiter 4000 Euro pro Deckeinsatz, plus 4000 weitere Euro bei erfolgreichem Deckeinsatz.

"Ich will vielen Züchtern die Möglichkeit geben, dass sie 'Totilas' nutzen. Die Taxe von 8000 Euro können sich nicht viele von ihnen erlauben", sagte der 70-Jährige am Rande der Reit-EM in Aachen.

Grundsätzlich ist er mit dem Zuchtgeschäft des einstigen Wunderpferdes zufrieden.

"Generell weiß ich, dass er sich gut vererbt hat. Und ich glaube, dass er völlig besondere Blutlinien hat", sagte Europas größter Pferdehändler.

Angeblich sollen schon bis zu 200 Stuten von "Totilas" trächtig geworden sein. Wann die ersten Nachkommen im Sport auftauchen, konnte Schockemöhle nicht sagen. "Bei uns sind die ältesten Nachkommen jetzt drei Jahr alt. Da muss man noch drei, vier Jahre warten. Aber sie machen einen guten Eindruck."

Schockemöhle hatte "Totilas" 2010 für geschätzte zehn Millionen Euro gekauft, nachdem der Hengst unter seinem niederländischen Reiter Edward Gal bei der WM in Kentucky drei Mal Gold gewann.

Die Familie Rath/Linsenhoff übernahm die Sportrechte für angeblich fünf Millionen Euro, Sohn Matthias Rath wurde der Reiter.

Der große Erfolg blieb aber aus, ein Mal Silber und einmal Bronze mit der Mannschaft standen zu Buche.

Wegen einer erneuten Verletzung gab die Familie Linsenhoff/Rath am Dienstag das Karriereende des Millionenhengstes bekannt.

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