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In der Guanabara-Bucht finden 2016 die olympischen Regatten statt
In der Guanabara-Bucht finden 2016 die olympischen Regatten statt © Getty Images

Die Infektionen bei Segler Erik Heil nach den Testregatten vor Rio de Janeiro klingen langsam ab.

"Nachdem ich die letzten Tage komplett flach gelegen habe, geht es mir jetzt schon besser", sagte der 26-Jährige, dessen Fall für großes Aufsehen gesorgt hatte.

Bei dem deutschen Hoffnungsträger hatten sich nach dem Event in dem verdreckten Olympiarevier Entzündungen gebildet, mehrere Stellen an seinem Körper mussten im Krankenhaus behandelt werden.

"Mein Immunsystem hat einfach schlapp gemacht. Das Antibiotikum, das ich seit letzter Woche bekomme, ist zum Glück das richtige gegen die Bakterien, wie sich heute herausgestellt hat", sagte Heil: "Ich bin zuversichtlich, dass ich nächste Woche dann endlich wieder fürs Training aufs Wasser kann."

Heil hatte als Ursache seiner körperlichen Probleme die Gewässer vor Rio ausgemacht. "Der Verursacher dürfte wohl die Marina da Gloria sein, in die unter anderem ungefiltert die Abwässer des städtischen Krankenhauses fließen", sagte er.

In den Untersuchungen wurden MRSA-Bakterien in seinem Körper gefunden. Die multiresistenten Keime werden auch als Krankenhausbakterien bezeichnet.

Seit Jahren hält das Problem vor Rio die Olympiamacher in Atem. Große Teile des Abfalls der Stadt landen in der Meeresbucht.

Der Weltverband ISAF hat wegen der massiven Verschmutzung bereits mehrfach seine Besorgnis zu Protokoll gegeben.

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