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Canoe Slalom World Cup
Franz Anton und Jan Benzien gewinnen Gold bei der Slalom-WM in London © Getty Images

Die deutschen Slalom-Kanuten haben am ersten Final-Tag der WM in London gleich einen kompletten Medaillensatz abgeräumt.

Dabei triumphierten Franz Anton/Jan Benzien im Zweier-Canadier und bescherten dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) den ersten WM-Titel in einer olympischen Disziplin seit sechs Jahren. Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Melanie Pfeifer (Augsburg) gewannen Silber und Bronze im Kajak-Einer.

Das Duo Anton/Benzien, Vize-Europameister aus Leipzig, siegte auf der Olympiastrecke im Lee Valley White Water Centre mit 1,08 Sekunden Vorsprung auf Pierre Picco/Hugo Biso, Bronze ging an Gauthier Klauss/Matthieu Peche (beide Frankreich).

Funk und Pfeifer mussten im K1 nur Katerina Kudejova den Vortritt lassen. Funk lag am Ende 2,29 Sekunden hinter der Tschechin, Pfeifer 42 Hunderstel dahinter.

"Wir hatten einen guten Lauf, der lief von oben bis unten", sagte Anton, und Benzien ergänzte: "Wir wollten einfach ein schönes Rennen runterfahren, der Platz war erstmal egal. Jetzt sind wir natürlich glücklich, ich denke aber auch schon an unsere Olympia-Quali nächstes Jahr, für die wir jetzt schon zwei Punkte Vorsprung haben. Das muss man alles erst einmal verarbeiten."

Die Europameister Robert Behling/Thomas Becker mussten sich im C2 nach einem groben Torfehler mit dem zehnten und letzten Platz begnügen.

Kai und Kevin Müller (Halle/Saale) waren als Elfte des Halbfinales unglücklich ausgeschieden.

In London geht es nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Quotenplätze für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio, die mit dem Einzug ins Finale gesichert werden. Diese werden im Kajak-Einer der Männer und Frauen, im Canadier-Einer der Männer und im Canadier-Zweier der Männer vergeben.

In jeder Bootsgattung gibt es pro Nation einen Startplatz für Rio.

In den nicht olympischen Team-Wettbewerben verpassten die deutschen Männer den Titel nur knapp und erreichten den zweiten Platz hinter Frankreich.

Die Frauen mussten sich nach einem Fehlerfestival mit dem 14. und vorletzten Platz begnügen. Es siegte Tschechien vor Großbritannien. 

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