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DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher ist nicht gut auf Katar zu sprechen
DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher ist nicht gut auf Katar zu sprechen © Getty Images

Friedhelm Julius Beucher hat vor dem Start der Leichtathletik-WM der Behindertensportler in Katar die Vergabe an das Emirat heftig kritisiert.

"Ich nehme grundsätzlich ohne Wenn und Aber die Position ein, dass sich der internationale Sport fragen muss, wie er es verantworten kann, Großveranstaltungen in solche Länder zu geben", sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS):

"Dort werden Menschenrechte mit Füßen getreten und man sollte Ländern, die das tun, kein gesellschaftliches Alibi geben. Man kann den Sport nicht isoliert von gesellschaftlichen Vorgängen betrachten."

Dass Katar neben der Fußball-WM, der Leichtathletik-WM und auf Sicht angestrebten Olympischen Spielen auch Veranstaltungen des Behindertensports organisiert, sieht Beucher nicht als besondere Auszeichnung.

"Sie nehmen, was sie kriegen können", erklärte der 69-Jährige, der zwölf Jahre für die SPD im Bundestag saß: "Katar setzt sein Geld ein, ohne Limit, um gesellschaftliche Anerkennung in der Welt zu finden. Dem hat sich das IPC auch nicht verschlossen. Ich respektiere diese Mehrheits-Entscheidung. Aber sie ist nicht die meine."

Er nehme aber "zumindest wohlwollend zur Kenntnis, dass an unseren Wettkämpfen immer mehr Menschen mit Behinderung aus dem Nahen Osten teilnehmen".

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