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Oscar Pistorius hatte am 14. Februar 2013 seine Freundin erschossen © Getty Images

Der frühere Paralympics-Star darf nun doch seine Haftstrafe vorzeitig abbrechen und in einen Hausarrest umwandeln lassen. Die Bewährung fußt auf dessen Benehmen in Haft.

Prothesensprinter Oscar Pistorius wird am kommenden Dienstag (20. Oktober) aus der Haft entlassen und in den Hausarrest überstellt.

Diese Entscheidung bestätigte der Bewährungsausschuss in Südafrikas Hauptstadt Pretoria nach eingehender Beratung und erneuter Rücksprache mit der Familie des Opfers.

Der 28-jährige Pistorius war im Oktober 2014 wegen fahrlässiger Tötung seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp am Valentinstag 2013 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Fünftel davon hat er im Gefängnis Kgosi Mampuru II in Pretoria abgesessen.

"Ich nehme an, der Bewährungsausschuss hat endlich eingesehen, wie unfair man Oscar bisher behandelt hat", sagte Brian Webber, einer der Pistorius-Anwälte, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP: "Man hätte ihn schon viel früher in den Hausarrest entlassen müssen."

Die Berufung der südafrikanischen Staatsanwaltschaft gegen das ursprüngliche Urteil wird am 3. November in Bloemfontein verhandelt.

Der Staatsanwalt verfolgt eine Anklage wegen Mordes, Pistorius würde in diesem Fall eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren drohen. Pistorius hatte Reeva Steenkamp durch eine geschlossene Badezimmertür erschossen. Laut seiner Aussage vermutete er einen Einbrecher hinter der Tür.

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