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Doping Russland
Die russische Anti-Doping-Agentur steht nach zahlreichen Skandalen unter Druck © Getty Images

Rund drei Wochen nach der Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA hat deren Generaldirektor Ramil Chabrijew seinen Rücktritt erklärt. Dies geht aus einem persönlichen Schreiben Chabrijews hervor, das am Donnerstag auf der RUSADA-Homepage veröffentlicht wurde.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat das russische Sportministerium den Rücktritt akzeptiert. Zur Nachfolgerin Chabrijews, der sich fortan verstärkt seinen Aufgaben in der Gesundheitsforschung widmen will, wurde Anna Anzeliowitsch ernannt.  

Zeitgleich nahm am Donnerstag ein Experten-Team der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in Moskau seine Arbeit auf, um das große Aufräumen im vom Manipulationsskandal erschütterten russischen Sport voranzutreiben.

"Diese Kommission wird unter anderem festlegen, welche internationalen Organisationen künftig die Dopingkontrollen im Land leiten sollen, solange die RUSADA und unser Labor suspendiert sind", sagte Alexander Schukow, Präsident des Olympischen Komitees Russlands.

Die unabhängige Untersuchungskommission der WADA hatte in ihrem Bericht massive Dopingverfehlungen in der russischen Leichtathletik festgestellt.

Daraufhin war der russische Verband ARAF aus dem Weltverband IAAF ausgeschlossen worden. Zudem suspendierte die WADA die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA und entzog dem Moskauer Anti-Doping-Labor die Akkreditierung.

Russlands Leichtathleten droht deswegen auch das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im kommenden Jahr.

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