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Steigt er nun aus? Conor McGregor lässt seine Zukunftspläne vorerst im Dunkeln
Steigt er nun aus? Conor McGregor lässt seine Zukunftspläne vorerst im Dunkeln © DPA Picture-Alliance

München - Conor McGregor verkündet, seine Karriere früh zu beenden. Meint es der UFC-Superstar ernst? Und warum? SPORT1 nennt mögliche Gründe für das Aufsehen erregende Statement.

"Ich habe mich entschieden, früh aufzuhören. Danke für alles! Bis später." Mit seinem Rücktritt via Twitter löste UFC-Ikone Conor McGregor ein Beben in der Welt der Mixed Martial Arts aus

Verabschiedet sich "The Notorious" wirklich auf dem Zenit seiner Popularität aus dem Käfig? Und das ganz ohne Tamtam - mit 13 Worten?

Sowohl McGregor als auch sein Trainer John Kavanaugh unternahmen nichts, um das Statement des 27-Jährigen zu relativieren oder gar zu dementieren.

Doch warum sollte McGregor überhaupt seine Karriere beenden? SPORT1 nennt mögliche Gründe:

  • Verhandlungstaktik:

McGregor ist eines der größten Zugpferde der UFC. Auch wenn der Ire sich in PR-Fragen mit der Führung nicht immer einig ist.

Die Pressekonferenz in Las Vegas wollte er nicht besuchen, da ihm sonst wertvolle Trainingstage in Island verloren gingen. Dies kostete ihm offiziell die Teilnahme am Jubiläumsevent UFC 200 in Las Vegas und den Revanche-Kampf mit Nate Diaz.

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Mit seinem Rücktritts-Tweet könnte McGregor auch nur den Druck auf die UFC erhöhen. Ein vermeintliches Karriereende würde einen "Comeback"-Kampf weitaus lukrativer machen und deutlich mehr Geld in McGregors Kassen spülen.

  • Neue Herausforderungen:

Am Höhepunkt des medialen Hypes um seine Person könnte McGregor die Aufmerksamkeit nutzen und sich neuen Herausforderungen stellen. "The Notorious" deutete bereits zuvor seinen Abschied von der UFC an.

Vom Showfactor wäre er beim Wrestling gut aufgehoben. Tatsächlich deuten seine jüngsten Twitter-Aktivitäten ein gesteigertes Interesse an der WWE an. McGregor folgt seit Kurzem einigen Wrestlinggrößen wie Shane McMahon, Becky Lynch und WWE-Vizechef Triple H.

Sein Trainer John Kavanaugh heizte zudem die Spekulationen durch einen Instagram-Post mit einem Bild von WWE-Legende Jimmy Hart weiter an.

  • Reaktion auf Gefahren im Kampfsport:

Nicht auszuschließen ist, dass der tragische Tod von MMA-Fighter Joao Carvalho McGregor zum Nachdenken gebracht hat. Er war Zuschauer bei Carvalhos Niederlage gegen Charlie Ward, nach der der Portugiese an den Folgen seiner Kopfverletzungen starb.

McGregor zeigte sich danach zutiefst berührt. "Zu sehen, wie ein junger Mann das macht, was er liebt und für eine besseres Leben kämpft, nur um alles zu verlieren, ist wirklich herzzerbrechend", schrieb er auf Facebook.

Gleichzeitig brachte ihn das Schicksal Carvalhos zum Nachdenken: "Kampfsport ist ein verrücktes Spiel. Mit den neuesten Vorfällen im Boxen und jetzt bei der MMA ist es eine traurige Zeit, ein Kämpfer zu sein."

  • PR-Gag:

McGregor ist ein Entertainer. Und für eine gute Show scheint ihm jedes Mittel Recht.

Dass es sich bei seinem angeblichen Rücktritt aber nur um einen PR-Gag handelt, scheint eher unwahrscheinlich. Auch wenn er drei Tage zuvor getönt hatte, er sei hungrig wie am ersten Tag...

  •  Doping-Anschuldigungen:

McGregors Gegner Nate Diaz hatte bereits mit der Aussage für Schlagzeilen gesorgt, dass alle UFC-Kämpfer gedopt seien. Sein Trainer Richard Perez verdächtigte McGregor selbst, indem er die Gewichtzunahme von knapp sieben Kilogramm innerhalb zweier Wochen ansprach.

McGregor erklärte dies mit seiner Diät. Früher habe er nur Salat gegessen, während er nun eher zu Steaks greife.

Die Erklärung ist nicht die überzeugendste. Die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA bestätigte jedoch, dass McGregors Dopingtests stets negativ waren.

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