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UFC 196 McGregor vs. Diaz Press Conference
Conor McGregor dementierte ein bevorstehendes Karriereende © Getty Images

Der MMA-Superstar wischt in einem emotionalen Statement bei Facebook die Gerüchte um ein baldiges Karriereende beiseite. Zugleich geht der Ire mit der UFC hart ins Gericht.

UFC-Superstar Conor McGregor hat den Gerüchten um ein mögliches Karriereende einen Riegel vorgeschoben.

Mit den Worten "ICH WERDE NICHT ZURÜCKTRETEN", beendete der 27-Jährige ein emotionales Statement auf Facebook.

Harte Kritik an UFC

Gleichzeitig übte der Ire harte Kritik an der ausufernden Vermarktungsmaschinerie der UFC: "Ich versuche einfach meinen Job zu machen und zu kämpfen. Ich werde fürs Fighten bezahlt und nicht, um Werbung zu machen. Ich habe mich in dem Spiel der Promotion verloren und weiß nicht mehr, wie das Kämpfen funktioniert", so McGregor, der auch seine Niederlage bei UFC 196 gegen Nate Diaz im März in der zu großen Ablenkung begründet sieht: "Am Ende von 50 Welttourneen, 200 Pressekonferenzen, eine Million Interviews, 2 Millionen Fotoshootings schaue ich einer Niederlage ins Auge, weil ich mich nicht richtig vorbereiten konnte."

Statt sich wie zuletzt von PR-Termin zu PR-Termin zu  hangeln, wolle er fortan den Fokus einzig und allein auf den Sport legen.

McGregor hatte zuletzt die Presse-Aktivitäten für UFC 200 am 9. Juli in Las Vegas abgesagt, und mit einem Eintrag bei Twitter die Spekulationen anschließend ins Rollen gebracht. "Ich habe mich entschieden, früh aufzuhören. Danke für alles! Bis später", so McGregor.

Tweet sorgt für Aufsehen

Einige Stunden später reagierte die UFC mit der Streichung des Iren für UFC 200.

"Ich werde das Spiel mitmachen und es besser als jeder andere handhaben, nur für dieses eine Mal hatte ich nach der Niederlage um etwas Spielraum gebeten, um mich fokussiert vorbereiten zu können. Ich habe nicht alle Medienanfragen abgelehnt. Ich wollte einfach nur ein kleines Entgegenkommen, was aber abgelehnt wurde", erklärte "The Big Notorious" nun seine Beweggründe.

McGregor pocht auf Entgegenkommen

McGregor beteuerte erneut, dass er durchaus bereit sei für ein Rematch gegen Diaz. Dafür müsse er nun aber die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen.

"Ich fordere einen größeren und schwereren Gegner heraus und muss mich jetzt gewissenhaft vorbereiten. Ich bin mit meinem ganzen Team nach Portugal und Island geflogen, um mich gezielt vorzubereiten und die Fehler abzustellen, die ich gemacht habe. Mit den rechten Schlüssen und dem vollen Fokus werde ich das, was ich im letzten Kampf begonnen habe, zu Ende bringen."

UFC 196: McGregor v Diaz
McGregor (rechts) musste sich am 5. März Nate Diaz geschlagen geben. © Getty Images

Zudem forderte McGregor seine Konkurrenten auf, aus seinem Schatten herauszutreten und auch etwas zum Renomee der UFC beizutragen: "Ich habe die ganze Zeit den Vortänzer gemacht. Jetzt ist es Zeit, dass auch die anderen sich daran beteiligen. Nates Kopf würde sich dieser Tage auf der Bühne auch gut machen. Zerrt ihn jetzt vor die Kamera."

"Mit meinen drei letzten Kämpfen habe ich der Organisation in den letzten acht Monaten 400 Millionen Dollar generiert. Das sollte für ein kleines Entgegenkommen reichen."

Erst PK, dann wieder Training

Ob es zu einem Rematch am 9. Juli in Las Vegas kommt, ist indes weiter offen. Zum einen müsste die UFC den Rückzug McGregors annullieren, andererseits brachte auch der Ire seine Forderungen klar zum Ausdruck.

"Ich biete weiter an, für die geplante Pressekonferenz nach New York  zu kommen. Dann will ich aber ohne weitere Ablenkungen wieder zum Training zurückkehren. "Wenn das nicht genug ist, oder sie (die UFC, Anm. der Redaktion) glaubt, dass ich nicht verdient habe, dieses eine Mal den Promtion-Run auszulassen, weiß ich nicht, was ich machen werde.

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