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Witali Mutko ist Russlands Sportminister © Getty Images

Der russische Sportminister Witali Mutko hat bereits vor Bekanntwerden des jüngsten Dopingskandals in seinem Land eine staatliche Beteiligung abgestritten und versucht, sie als Werk von Gregori Rodtschenkow darzustellen.

"Er hat sehr viele Regeln gebrochen, und als das festgestellt wurde, hat man ihn gefeuert. Aber ich möchte Ihnen sagen, dass es für mich oder den Staat unmöglich ist, die Arbeit des Labors zu bewerten", sagte der Politiker in einem Interview mit der ARD.

Der öffentlich-rechtliche Sender sprach bereits am 28. April mit Mutko und veröffentlichte das komplette Gespräch nun am Freitag in gleich drei Sprachen in voller Länge.

Am Donnerstag hatte die New York Times schwere Vorwürfe gegen Russland rund um die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi veröffentlicht.

Rodtschenkow, ehemaliger Leiter des Anti-Doping-Labors in Moskau, gab in dem Bericht zu, in nächtlichen Aktionen die Dopingpraktiken vertuscht und Urinproben ausgetauscht zu haben.

Zudem habe er für russische Sportler extra einen Mix aus drei verschiedenen Dopingmitteln entwickelt.

Außerdem gab Rodtschenkow an, dass das ausgeklügelte Doping-Programm staatlich gestützt gewesen sei.

Mutko dazu: "Es ist unmöglich, etwas zu vertuschen. Warum verstehen Sie das nicht? Dopingproben zu verstecken, ist gar nicht möglich. Man kann sie fallen lassen oder kaputtmachen. Das, was Sie ja auch unserem Direktor vorgeworfen haben, und dann verliert der eben seine Akkreditierung."

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