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Brasilien testete seine Top-Sportler vor den Spielen nicht mehr
Russland kämpft erneut gegen Dopingvorwürfe © Getty Images

Das staatlich gesteuerte Doping in Russland soll von der Regierung vertuscht worden sein. Die Veröffentlichung eines gedopten Erstligafußballers wurde offenbar verhindert.

Die russische Regierung soll nach Recherchen von ARD/WDR direkt an der Vertuschung des staatlich gesteuerten Dopings beteiligt gewesen sein.

Das seien die Ergebnisse der Dokumentation "Geheimsache Doping: Showdown für Russland", schrieb der WDR in einer Pressemitteilung. Beschuldigt wird namentlich Russlands Sportminister Witali Mutko. Die Sendung wird am Mittwochabend (22.45 Uhr) im Ersten ausgestrahlt.

Mit bislang unveröffentlichten Dokumenten belastet der Film von Hajo Seppelt, Florian Riesewieck und Felix Becker Russland offenbar schwer. Es würden Belege präsentiert, nach denen Mutko die Veröffentlichung des Dopingvergehens eines Fußballers aus Russlands höchster Liga verhindert haben soll. Dazu belegen neue Filmaufnahmen, dass wegen Dopings lebenslang gesperrte Leichtathletik-Trainer immer noch Top-Athleten betreuen.

Am 17. Juni wird der Weltverband entscheiden, ob die Suspendierung des russischen Leichtathletikverbandes und damit die Sperre für die Olympischen Spiele in Rio aufrechterhalten wird oder nicht.

Im Anschluss an die Dokumentation wird sich die Sendung "Maischberger" mit dem Thema befassen (Das Erste, 23.15 Uhr). "Gedopt, gelogen, gewonnen: Wie kaputt ist der Sport?" - über diese Frage diskutieren neben Filmemacher Seppelt Ines Geipel, ehemalige Leichtathletin und Dopingopfer, Fußballtrainer Peter Neururer, Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes, der russische Journalist Ivan Rodionow sowie der Sportmediziner Perikles Simon.

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