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Ein Seitenhieb von Meryl Streep auf den MMA-Sport schlägt in den USA Wellen
Ein Seitenhieb von Meryl Streep auf den MMA-Sport schlägt in den USA Wellen © Getty Images

München - Die kritische Dankesrede von Meryl Streep ärgert nicht nur Donald Trump, sondern auch den Boss der Kampfsportliga UFC. Grund ist ein eingebauter Seitenhieb.

Den kommenden US-Präsidenten hat sie verärgert, seine Kritiker hat sie entzückt: Meryl Streep hat mit ihrer Kritik an Donald Trump bei der Golden-Globe-Verleihung die Weltöffentlichkeit beschäftigt.

Was in all dem Trubel etwas unterging: Die Rede der Schauspielerin hat nicht nur im Trump-Lager, sondern auch in der Sport-Szene für Aufregung gesorgt.

Streeps Bemerkung, dass es "nichts mehr zu sehen gibt außer Football und MMA", wenn die aus dem Ausland in die USA eingewanderten Hollywood-Schauspieler nicht gäbe, ihr Seitenhieb auf die beiden Sportarten "die keine Kunst sind", hat vor allem in der Mixed-Martial-Arts-Szene Staub aufgewirbelt. Und eine spöttische Reaktion provoziert.

"Hochnäsige, 80-jährige Lady"

"Ich hätte auch nicht erwartet, dass eine hochnäsige, 80-jährige Lady zu unserer Zielgruppe gehört", ätzte Dana White, Promoter der Käfigkampf-Liga UFC bei TMZ zurück.

UFC-Boss Dana White (M.) spottet über Meryl Streep
UFC-Boss Dana White (M.) spottet über Meryl Streep © Getty Images

Man muss dazu wissen: Streep ist in Wahrheit erst 67 und White ein erklärter Anhänger von Trump, den Streep für seine öffentliche Parodie eines behinderten Reporters während des Wahlkampfs kritisierte.

Ob Streep deswegen auch gegen Whites Gewerbe stichelte? Der 47-Jährige hält es zumindest für möglich: "Vielleicht, aber ich bin nicht sicher", antwortete er auf eine entsprechende Frage.

Es sei ihm auch egal: "Jeder mag, was er mag. Ich bin kein Golf-Fan, deswegen sollten andere Leute aber nicht aufhören, es sich anzusehen." Zudem verwies er darauf, dass der neue UFC-Besitzer Ari Emanuel in Hollywood engagiert und kein Unterstützer Trumps sei.

Konkurrenzliga lädt Streep ein

Auch bei der UFC-Konkurrenzliga Bellator sorgte Streeps Kommentar für Irritationen.

Ihr Präsident Scott Coker lud Streep jedoch in neutralem Ton ein, sie auszuräumen. Streep könne gerne einer Bellator-Show beiwohnen und miterleben, dass MMA "wahrhaft künstlerisch" ist. 

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