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Seinen letzten Auftritt in der WRC hatte Chris Atkinson in Mexiko
Seinen letzten Auftritt in der WRC hatte Chris Atkinson in Mexiko © Hyundai

Chris Atkinson bekommt von Hyundai die Chance, in seiner Heimat Australien in der WRC zu starten - Mit einer guten Leistung würde er sich Hoffnung für 2015 machen

Für Chris Atkinson steht ein großes Wochenende vor der Tür: Erstmals seit seinem Start in Mexiko darf der Australier wieder an einem Lauf der WRC teilnehmen - ausgerechnet in seiner Heimat. In erster Linie überwiegt die Vorfreude, dennoch weiß der Hyundai-Pilot, dass sein Einsatz eine große Chance darstellt. "Es ist eine Weile her, dass ich in einem WRC-Auto gefahren bin, aber es ist großartig, wieder da zu sein. Ich will meinen eigenen Rhythmus wiederfinden."

Was seine Vorbereitung angeht, wird Atkinson seinen Konkurrenten, die regelmäßig fahren, wohl nicht das Wasser reichen können: "Die anderen Jungs hier sind viel mehr gefahren, aber ich will keine Entschuldigungen suchen. Ich möchte wieder Gas geben und den besten Job machen, der mir möglich ist. Wenn die anderen schneller sind, dann ist es eben so. Du musst die Situationen so nehmen, wie sie kommen."

Seine Ziele setzt der 34-Jährige realistisch: "Bei meiner ersten Rallye Australien vor zehn oder elf Jahren haben wir vom Start weg geführt. Das würde ich liebend gern wiederholen, auch wenn das wohl eher unwahrscheinlich ist, wenn man sich das Niveau dieser Meisterschaft ansieht. Wenn ich das Tempo der Stammfahrer mitgehen könnte, wäre das schon eine tolle Sache für mich. Ich bin diese Wertungsprüfungen nie gefahren, wir müssen also einen neuen Aufschrieb machen und dann Vollgas geben."

Der Sieg seines Hyundai-Teams in Deutschland sei schon etwas überraschend gekommen, "aber wir nehmen ihn natürlich gern! Das Team ist in der Herstellerwertung in einer guten Position." Atkinson war in Deutschland mit dem Team vor Ort und hat seinen Besuch wahrlich genossen: "Es war großartig. Bei null zu starten und dann bereits nach zwölf Monaten zu gewinnen - Hut ab vor dem Team. Und da wird noch einiges kommen."

Seit seinem Einsatz bei der Rallye Mexiko im März habe sich zumindest ein bisschen getan: "Es gab ein paar kleine Verbesserungen: Anpassungen an die verschiedenen Untergründe, Feintuning, und das Verständnis der unterschiedlichen Bedingungen ist besser geworden. In manchen Bereichen gab es größere Schritte, während wir uns in einigen auch noch verbessern müssen - das ist ja normal." Zum Beispiel müsse man noch mehr Siege herausfahren, lautet Atkinsons Vorschlag.

Seine Chancen, im nächsten Jahr wieder ein Stammcockpit in der WRC zu ergattern, hängen für Atkinson auch von seiner Performance bei der Rallye Australien ab: "Ich würde sehr gern wieder Vollzeit fahren. Vieles hängt von diesem Wochenende ab." Es wird sich zeigen, wie wettbewerbsfähig der Rückkehrer sein kann - die Zuschauer dürfte er jedenfalls schon einmal auf seiner Seite haben.

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