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Jari-Matti Latvala zeigte am Samstag eine berzeugende Vorstellung im Elsass

Jari-Matti Latvala fährt in Frankreich souverän und baut sich ein Polster auf Volkswagen-Teamkollege Andreas Mikkelsen auf - Robert Kubica greift nach Platz vier

Jari-Matti Latvala ist auf dem Weg zu seinem ersten Sieg auf Asphalt. Der Volkswagen-Werksfahrer zeigte am zweiten Tag der Rallye Frankreich eine souveräne Vorstellung, kontrollierte die Spitze und baute sich kontinuierlich einen Vorsprung auf seinen jungen Teamkollegen Andreas Mikkelsen auf. Am Samstag standen drei Prüfungen, die je zweimal absolviert wurden, auf dem Programm. Dazwischen gab es ein Remote-Service in der Stadt Colmar. Latvala stellte die Bestzeiten in den ersten vier WPs auf und setzte sich in Summe um 25,6 Sekunden von Mikkelsen ab.

In den letzten beiden Prüfungen nahm Latvala etwas das Tempo heraus, war aber dennoch schneller als sein schärfster Widersacher. "In meiner Position muss ich keine Risiken eingehen. Jetzt geht es darum, dass ich die Situation kontrolliere", sagt der Finne überlegt. Mikkelsen verlor kontinuierlich Zeit, doch auch für ihn geht es in erster Linie darum, den zweiten Platz ins Ziel zu bringen und WM-Rang drei abzusichern.

Einen unauffälligen, aber ebenfalls souveränen Tag zeigte Kris Meeke. Der Citroen-Pilot fuhr zwar keine Bestzeiten, aber konstant schnell. So hat der Brite nach 13 WPs zwar 25,4 Sekunden Rückstand auf Mikkelsen, aber komfortable 47,1 Sekunden Vorsprung vor den weiteren Verfolgern. "Ich bin wieder sehr zufrieden mit meiner Fahrt, es war besser als am Vormittag. Ich bin happy", stahlt Meeke zufrieden. Der Brite ist auf Kurs zu seinem vierten Podestplatz in dieser Saison.

Während es am Samstag an der Spitze keine Dramen gab, war es im Verfolgerfeld umso spannender. Eine starke Leistung zeigte Robert Kubica. Der Ford-Pilot hatte den Tag als Sechster begonnen und lag 10,2 Sekunden hinter dem vierten Platz, den Dani Sordo (Hyundai) hielt. Kontinuierlich wurde der Pole schneller, überholte Mads Östberg (Citroen) und kam Sordo bis auf drei Zehntelsekunden nahe.

Da am Abend noch eine kurze Prüfung in Mülhausen auf dem Programm steht, ist das Duell um den vierten Platz noch nicht entschieden. "Ich bin gut, schnell und sauber gefahren. Ich bin keine Risiken eingegangen", sagt Kubica deshalb zufrieden. Sordo ist zwar weiterhin der beste Hyundai, aber er muss zulegen, wenn er den vierten Rang behalten will. "Ich genieße das Duell", sagt der Spanier dennoch. "Ich versuche, mein Bestes zu geben."

Ebenfalls in diesem Kampf dabei war Routinier Mikko Hirvonen (Ford), der allerdings nach WP13 einen schleichenden Plattfuß vermutete. Dadurch wuchs sein Rückstand auf Sordo auf 13 Sekunden an. Wegen technischer Schwierigkeiten musste sich Östberg aus diesem großen Paket verabschieden. Am Nachmittag trat ein Ölleck beim hinteren Differenzial auf. Deshalb startete der Norweger WP13 zu spät. Noch wird Östberg auf Position sechs geführt, aber es ist eine Zeitstrafe zu erwarten.

M-Sport-Youngster Elfyn Evans erlebte einen Tag ohne Dramen und ist Achter. Bryan Bouffier (Hyundai) und Martin Prokop (Ford) runden die Top 10 ab. Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville hatte weiter Schwierigkeiten mit der Abstimmung seines i20 WRC und ist weiterhin Elfter. Neben Latvala stellte Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) zwei Bestzeiten am Nachmittag auf. Mit der Topzeit in WP13 markierte der Lokalmatador auch den 300. Prüfungssieg seiner Karriere.

In der Gesamtwertung hat sich Ogier nach den Problemen am Freitag auf Platz 18 verbessert. Es fehlen rund fünf Minuten auf Rang zehn. WP13 musste außerdem nach den ersten fünf Autos, zu denen auch Ogier zählte, unterbrochen werden, weil sich ein Vorausfahrzeug überschlagen hatte. Der Fahrerbesatzung ist dabei nichts passiert. Um 18:00 Uhr findet noch ein knapp fünf Kilometer kurzer Sprint durch die Straßen der Ortschaft Mühlausen statt.

Gesamtwertung nach 13 von 18 Prüfungen (Top 11):

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