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Thierry Neuville hatte in Frankreich keine Chance, vorne mitzufahren

Technische Probleme bei Hyundai: Thierry Neuville verliert in Frankreich wegen eines gebrochenen Turbo viel Zeit - Dennoch schafft er es ins Ziel

Nach dem sensationellen Doppelerfolg bei der Rallye Deutschland hatte Hyundai beim Asphalt-Lauf im Elsass ebenfalls Außenseiterchancen, die sich aber nicht erfüllten. Während Dani Sordo Vierter wurde, kam Thierry Neuville nach technischen Problemen an seinem i20 WRC als Achter ins Ziel. Am Freitag klagte der Belgier über Motoraussetzer und mangelnde Leistung ab der zweiten Prüfung. Im Service-Park wurde ein gebrochener Turbolader festgestellt. Durch dieses Problem verlor Neuville zweieinhalb Minuten und ein Podestplatz war außer Reichweite.

Nachdem die Mechaniker den Turbo getauscht hatten, lief der Wagen wieder reibungslos. Allerdings war die Abstimmung nicht ideal, weshalb Neuville kein Vertrauen hatte und nicht pushen konnte. "Wir hatten einen annehmbaren Start und gewöhnten uns an das Auto und die Reifen, aber rund fünf Kilometer vor dem Ende von WP2 ließ plötzlich die Motorleistung nach", blickt Neuville auf die erste Etappe am Freitag zurück. "Ich hatte bereits zehn Sekunden verloren, weil ich kurz in einem Straßengraben steckte, aber gegen den Leistungsverlust konnte ich nichts machen."

"Wir haben viel Zeit verloren, aber die Mechaniker haben gut gearbeitet, damit wir am Nachmittag wieder fahren konnten." Am Samstag feilte Neuville an der Abstimmung und beendete die zweite Etappe auf dem zehnten Rang. Es waren wieder einmal Testfahrten unter Wettbewerbsbedingungen. "Es ist gut für das Team, dass nach dem zweiten Tag noch alle drei Autos laufen und in den Top 10 liegen", kommentiert Neuville am Samstag. "Ich hatte den ganzen Tag Mühe mit der Abstimmung. Ich konnte meinen Fahrstil nicht anpassen und fühlte mich mit dem Auto nicht als Einheit."

"Die Jungs nahmen im Remote-Service einige Veränderungen vor, die sicherlich geholfen haben, aber wir können uns noch weiter steigern. Ich habe mein Bestes gegeben und wir machen Fortschritte, was das Ziel für dieses Wochenende war." Schließlich kam Neuville am Sonntag als Achter ins Ziel und sammelte vier WM-Punkte. "Nach unseren Problemen am Freitag war klar, dass es schwierig werden würde. Wir haben aber alles gegeben und ich denke, wir können zufrieden sein."

"Für das Team ist es sehr wichtig, dass alle drei Autos ins Ziel gekommen sind. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Maximum gegeben habe", gibt Neuville seine persönliche Einschätzung ab. "Natürlich hätte ich lieber ein besseres Ergebnis geholt, aber das Team hat fantastisch gearbeitet, damit wir die Rallye beenden und das Auto verbessern können." In der WM ist Neuville weiterhin Fünfter. Es fehlen zehn Punkte auf den vierten Platz von Ford-Pilot Mikko Hirvonen. In der Herstellerwertung herrscht noch ein enges Duell zwischen Hyundai und M-Sport um Platz drei.

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