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Petter Solberg eroberte in Grobritannien 2005 seinen letzten WRC-Sieg

Rallycross-Weltmeister Petter Solberg analysiert die aktuellen WRC-Stars: Sebastien Ogier ist wenig überraschend der Schnellste, dafür beeindruckt ihn Elfyn Evans

Petter Solberg gilt in der Rallye-Szene als bunter Vogel und Charakterkopf. Rasch bekam er den Spitzenamen "Mister Hollywood" und war bei den Fans beliebt. Über zehn Jahre bereicherte der Norweger die Rallye-WM. Höhepunkt war der WM-Titel im Jahr 2003, als er niemand geringeren als Sebastien Loeb besiegte. Solberg befand sich am Gipfel, doch in den Folgejahren konnte er den Franzosen nicht mehr ernsthaft gefährden.

Nachdem sich Subaru aus der WRC zurückgezogen hat, startete Solberg ab 2009 in seinem eigenen Privatteam. 2012 wurde der Routinier vom Ford-Werksteam unter Vertrag genommen, doch Solberg gelang kein einziger Sieg. Anschließend wandte er sich dem Rallycross zu. In diesem Jahr krönte er sich zum ersten Rallycross-Weltmeister. Ein Comeback in der Rallye-WM ist derzeit nicht in Sicht, obwohl Solberg an diesem Wochenende beim Finale der nationalen belgischen Meisterschaft teilnimmt.

Dennoch verfolgt der Norweger das Geschehen in der WRC. Die aktuellen Erfolge von Volkswagen überraschen Solberg nicht: "Ogier ist wie erwartet wieder der Schnellste. Latvala greift ihn an, tut sich aber etwas schwer. Er ist aber ein guter Typ", lobt Solberg den Finnen bei 'WRC-Live'. Volkswagen ist in dieser Saison praktisch ungeschlagen. Nur Hyundai gelang in Deutschland ein Überraschungserfolg.

Außerdem konnte sich Citroen-Ass Kris Meeke vor allem in der zweiten Saisonhälfte das eine oder andere Mal in Szene setzen. "Meeke hat mit seiner Konstanz sicherlich einige überrascht. Er nutzt diese Gelegenheit, um dazuzulernen", findet Solberg positive Worte.

Dagegen ist ein anderer Routinier auf dem absteigenden Ast: "Mikko (Hirvonen; Anm. d. Red.) hat sich bei einigen Rallyes gesteigert, hatte aber manchmal etwas Pech. Ihm fehlt ein wenig Stabilität, denn das Auto ist sehr gut." Dafür hat Solberg einen Fahrer ausgemacht, der in Zukunft eine große Rolle spielen könnte: "Elfyn Evans hat mich mit einer Reihe sehr guter Resultate sehr beeindruckt. Ich glaube, er kann in der Zukunft ein richtig Guter werden." Ford-Pilot Evans hat in seiner Debütsaison bisher 71 WM-Punkte gesammelt.

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