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Die Rallye Deutschland bleibt ein weier Fleck der Volkswagen-Beilanz
Die Rallye Deutschland bleibt ein weier Fleck der Volkswagen-Beilanz © Volkswagen

Der schwere Unfall bei der Rallye Deutschland zwang Sebastien Ogier dazu, sich wieder zu 100 Prozent auf den Rallyesport zu konzentrieren

Die Rallye Deutschland bleibt Sebastien Ogiers Achillesferse. Ausgerechnet beim Heimspiel von Volkswagen vergab der zweimalige Weltmeister in den vergangenen beiden Jahren durch Fahrfehler die Chance auf den Sieg. 2014 flog Ogier sogar zwei Mal von der Strecke. Der zweite, heftige Unfall am Samstag war für ihn eine Art Weckruf. "Da erkannte ich, dass es gefährlich werden kann", so Ogier gegenüber 'Autosport'.

"Es zeigte sich, dass man es nicht ordentlich machen kann, wenn man nicht zu 100 Prozent bei der Sache ist", sagt Ogier. Er hatte vor einiger Zeit zugegeben, dass er im Sommer durch die Diskussionen über das zukünftige sportliche Format der Rallye-Weltmeisterschaft abgelenkt war. Das hätte in Deutschland um ein Haar ernste Folgen gehabt.

Bei der Wertungsprüfung "Peterberg" hatte Ogier nach einem Sprung bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Polo R WRC verloren und hatte die Leitplanke durchschlagen. Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia überstanden den schweren Unfall glücklicherweise unverletzt.

Nach diesem Schreckmoment wurde Ogier bewusst, dass seine komfortable WM-Führung durch Ablenkung von außen in Gefahr ist. "Es wäre dumm gewesen, es auf diese Art und Weise zu verlieren." Doch Ogier legte den Schalter um und gewann anschließend drei der vier verbleibenden Rallyes.

"Das Wichtigste war, dass ich reagiert habe. Und ich habe gut reagiert", sagt er. "Es war nicht einfach zurückzukommen, ich musste an mir arbeiten. Aber ich habe es geschafft."

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