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Erneut kam es zu einem schweren Unfall am Nürburgring
Erneut kam es zu einem schweren Unfall am Nürburgring © getty

Am Nürburgring kommt es erneut zu einem schweren Unfall mit drei Schwerverletzten. Der Unfallverursacher ist außer Lebensgefahr. Erst Ende März forderte ein Rennunfall ein Todesopfer.

Nach dem erneuten Rennunfall am Ostermontag auf dem Nürburgring ist der schwer verletzte 41-Jährige außer Lebensgefahr. Das sagte ein Polizeisprecher dem SWR.

Der 41 Jahre alte Pilot kam beim "Drift-Cup", einer geschlossenen Rennveranstaltung, im Michael-Schumacher-S mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und blieb mitten auf der Strecke stehen.

Ein nachfolgendes Auto schaffte es nicht mehr rechtzeitig auszuweichen und raste in die linke Fahrzeugseite des liegengebliebenen Wagens. Der Fahrer wurde laut Polizei mit schwersten Verletzungen in eine Fachklinik geflogen.

Auch die Insassen des anderen Autos, ein 24 Jahre alter Fahrer und seine 20 Jahre alte Beifahrerin, mussten mit mehreren Brüchen ins Krankenhaus gebracht werden.

Erst Ende März hatte es beim Saisonauftakt der VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring einen tödlichen Unfall gegeben.                                                 

Ein 49 Jahre alter Zuschauer aus den Niederlanden kam dabei ums Leben, als der Nissan Nismo GT3 des Briten Jann Mardenborough über die Streckenbegrenzung flog und auf dem Dach in einem Zuschauerbereich landete.

Das Opfer starb nach Angaben des Veranstalters trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch im Medical-Center an der Rennstrecke. Zwei weitere Zuschauer wurden nach Angaben des Deutschen Motorsport-Bunds (DMSB) verletzt.

Nach dem Unfall sagte DMSB-Generalsekretär Christian Schacht in einer Pressemitteilung: "Wir können und wollen nach einem Unfall dieser Art nicht zur Tagesordnung übergehen. Daher müssen wir die Details zum Unfallhergang analysieren, über notwendige Konsequenzen beraten und diese dann umsetzen. Erst danach können Fahrzeuge mit ähnlichen Leistungsdaten wie das Unfallfahrzeug wieder auf der Nordschleife zum Einsatz kommen."

Der DMSB hatte daraufhin die Streckenlizenz für Fahrzeuge der Klassen SP7, SP8, SP9, SP10 und SP-X, allesamt Boliden für die Langstrecke, bei durch den Verband genehmigten Veranstaltungen auf der Nordschleife bis auf weiteres ausgesetzt.

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