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Matthias Dolderer feierte im April in Spielberg seinen ersten Sieg
Matthias Dolderer feierte im April in Spielberg seinen ersten Sieg © Getty Images

Matthias Dolderer scheitert beim Red Bull Air Race aus Chiba in Japan trotz Vorsprungs an einem Lokalmatador. Trotzdem hat der Deutsche auch Grund zur Freude.

Was für ein Pech für Matthias Dolderer beim Red Bull Air Race:

Der deutsche Pilot schied bei der dritten WM-Station des Jahres in Chiba in Japan (Highlights am Samstag ab 13 Uhr im TV auf SPORT1) in der Round of 8 aufgrund zu hoher G-Kräfte aus und musste sich mit Platz acht und drei WM-Punkten zufrieden geben.

Trotz des vorzeitigen Aus konnte Dolderer seine Spitzenposition im WM-Ranking verteidigen, liegt mit nunmehr 30 Zählern nach wie vor auf Rang eins vor Kirby Chambliss (USA/20) und Nicolas Ivanoff (Frankreich/19). Der Sieg in Chiba ging vor 50.000 begeisterten Fans an Lokalmatador Yoshihide Muroya. Zweiter wurde Martin Sonka aus der Tschechischen Republik vor dem US-Amerikaner Kirby Chambliss.

Matthias Dolderer hat es bei der dritten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft in Chiba verpasst, seine WM-Führung weiter auszubauen. In der Round of 8 schied der 45-jährige Tannheimer vor 50.000 Zuschauern aufgrund zu hoher G-Kräfte im Duell gegen den Japaner Yoshihide Muroya unglücklich aus.

Bei den Zwischenzeiten lag Dolderer noch mit über einer halben Sekunde Vorsprung vorne. In der Auftaktrunde des Tages, der Round of 14, hatte sich Dolderer gegen Petr Kopfstein aus der Tschechischen Republik durchgesetzt.

"Yoshi hatte gut vorgelegt, ich musste Gas geben. Wir waren sehr schnell unterwegs, das Over-G war wirklich unglücklich", erklärte Dolderer, der im April in Spielberg den ersten Sieg seiner Karriere verbucht hatte. "Ich musste angreifen und alles geben. So etwas kann dann einfach passieren, jetzt müssen wir in Budapest wieder angreifen."

Dolderers Kontrahent Muroya behielt auch im abschließenden Final 4 die Nerven, setzte sich in 1:04,992 Minuten und mit 0,0105 Sekunden Vorsprung vor Martin Sonka aus der Tschechischen Republik (1:05,097) durch. Dritter wurde der US-Amerikaner Kirby Chambliss (1:05,618).

"Das fühlt sich ganz besonders an. Ich fliege seit 25 Jahren. Das ist jetzt mein erster Sieg überhaupt. Es ist ein großer Moment. Wir waren gut vorbereitet und das Team arbeitet sehr hart. Es war sehr knapp mit Martin, aber die Fans haben mich zum Sieg gepusht", erklärte ein sichtlich glücklicher Muroya nach seinem Erfolg.

Beim nächsten WM-Rennen in Budapest (16./17. Juli) klingt die erste Saisonhälfte der Flugsport-Serie, bei der die Piloten mit ihren Leichtflug-Maschinen in einem Tempo von bis zu 370 km/h aufblasbare Tore passieren müssen, aus. Die Saison endet beim achten WM-Lauf am 15./16. Oktober in Las Vegas.

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