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München - Harrison Newey hat von seinem Vater nicht nur die Leidenschaft für den Motorsport geerbt. Bei SPORT1 spricht er über die Beziehung zum Vater und über Mick Schumacher.

Von Tobias Wiltschek und Daniel Becht

Harrison Newey ist erst 16.

Das muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen. Denn der Teenager wirkt in seinen jungen Jahren schon sehr abgeklärt und professionell.

Von Nervosität ist nichts zu spüren. Dabei beginnt für ihn am kommenden Wochenende der wohl spannendste Abschnitt seines noch jungen Lebens - zumindest in sportlicher Hinsicht.

Teamkollege von Mick Schumacher

In Oschersleben (ab Sa., 11.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 u. im GRATIS-LIVESTREAM) bestreitet er neben anderen rund 40 Nachwuchspiloten den Saisonauftakt zur neuen ADAC Formel 4 - dem Sprungbrett für Talente mit dem großen Ziel Formel 1.

Zusammen mit seinem Teamkollegen Mick Schumacher wird er im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Wie der Sohn der deutschen Rennsport-Legende Michael Schumacher trägt auch er einen berühmten Nachnamen.

Sein Vater Adrian ist seit Jahrzehnten der Inbegriff des genialen Ingenieurs in der Formel 1, dekoriert mit nicht weniger als zehn Konstrukteurs-Titeln.

Zu ihm führt auch die erste Spur auf der Suche nach den Gründen für die Motorsport-Leidenschaft des Sohnes.

Kart als Weihnachtsgeschenk

"Zu Beginn war es mein Vater", sagt Newey Junior bei SPORT1 auf die Frage, wer ihn zum Motorsport gebracht hat. Sein erstes Kart war ein Weihnachtsgeschenk. Da war er sieben.

Das Cockpit wurde schnell zu seinem zweiten zu Hause, was ihn von seinem Vater unterscheidet. "Als Ingenieur hat er mich in diesen Sport hineingebracht. Aber ich wollte schon immer ein Fahrer sein", sagt Newey. der sich für den nächsten Schritt seiner Karriere der Talentschmiede von Van Amersfoort Racing angeschlossen hat.

Dort hält man große Stücke auf den 16-jährigen Schüler, der ganz nebenbei noch mitten in den Prüfungsvorbereitungen steckt und im Juni an der High School sein Examen machen wird.

"Ein intelligenter Junge"

"Er ist ein sehr intelligenter und sehr motivierter Junge", sagt Rob Niessink, der Geschäftsführer des niederländischen Rennstalls, bei SPORT1.

Newey könne seinen Fokus voll auf den Rennsport richten, berichtet Niessink und stellt ebenfalls die Verbindung zum Elternhaus her: "Er versteht, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Das hat er von seiner Familie mitbekommen. Er ist sehr seriös in seiner Einstellung. Das hat auch viel mit seiner Intelligenz zu tun. Er kapiert, worum es geht."

Bei so viel Lob vom Chef ist es nur logisch, dass sich Newey für seine erste Saison in der Formel 4 ein hohes Ziel gesetzt hat. "Ich will die Meisterschaft gewinnen", sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken.

Ein bisschen Ingenieur

Auf dem Weg dahin will er sich nicht nur als Fahrer einbringen, sondern auch mit dem Wissen, das er von seinem Vater mitbekommen hat.

"Wenn man damit aufwächst, versteht man das Auto natürlich besser. Ich hoffe einfach, dass mir beim Setup nicht nur mein Wissen als Fahrer, sondern auch das bisschen Ingenieurswissen hilft", sagt er.

Und Mick Schumacher? Mit dem verstehe er sich ganz gut, meint Newey. Außerdem kennt man sich ja bereits aus dem vergangenen Jahr: "Wir sind zusammen bei der Deutschen Kartmeisterschaft gefahren."

Damals waren sie noch in verschiedenen Klassen aufgeteilt, jetzt fahren sie zwar für das gleiche Team. Auf der Strecke aber sind sie Gegner. Wie ihre Väter übrigens auch: Michael Schumacher saß nie in einem Auto, das Adrian Newey konstruiert hat.

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