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Daniel Dobitsch (l.) und Edward Sandström (r.) sind die neuen Sieger des ersten Rennens
Daniel Dobitsch (l.) und Edward Sandström (r.) sind die neuen Sieger des ersten Rennens © ADAC

Nürburgring - Nach mehreren Zeitstrafen gibt es einen neuen Sieger beim ersten Rennen der ADAC GT Masters am Nürburgring. Die Tabellenführer Asch/Ludwig trifft es ebenfalls.

Chaotisches Nachspiel am Nürburgring: Das Ergebnis des neunten Saisonrennens im ADAC GT Masters ist am späten Samstagabend nach zahlreichen Strafen ordentlich durcheinander gewürfelt worden.

Jordan Lee Pepper und Nicki Thiim, die im Audi R8 den ersten Lauf des fünften Rennwochenendes ursprünglich gewonnen hatten, wurden aufgrund eines nicht erlaubten Überholmanövers während einer Safety-Car-Phase von den Sportkommissaren nachträglich mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Dadurch rutschte das Duo letztendlich auf Platz fünf.

Thiim hatte am Ende der Safety-Car-Phase einen Kontrahenten bereits vor dem Erreichen der Ziellinie überholt, laut Reglement ist das aber erst wieder beim Erreichen der Ziellinie erlaubt. Da eine Berufung gegen die Strafe angekündigt wurde, ist das Ergebnis noch schwebend.

Audi-Duo feiert ersten Sieg

Neue Sieger sind damit die beiden Audi-Markenkollegen Daniel Dobitsch/Edward Sandström. Für das Duo ist es der erste Sieg im GT Masters.

Audi kann sich trotz der Rückversetzung von Pepper/Thiim immer noch über einen Dreifachsieg freuen. Rahel Frey/Philip Geipel rückten auf Platz zwei, ihre Markenkollegen Stefan Wackerbauer/Kelvin van der Linde wurden als Dritte gewertet.

Allerdings gab es wegen ähnlicher Vergehen noch weitere Zeitstrafen. Dominik Baumann/Jens Klingmann im BMW Z4 und Nico Bastian/Stef Dusseldorp im Mercedes rutschten von den Plätzen sieben und acht noch aus den Top Ten.

Daneben traf es auch die Tabellenführer Luca Ludwig/Sebastian Asch (Mercedes), die durch die Zeitstrafe von Platz vier auf Rang neun zurückfielen. Die Strafen wurden offenbar erst nach einem Protest und anschließender Sichtung von Videomaterial erkannt und deshalb so spät ausgesprochen.

Aufholjagd wahrscheinlich umsonst

Die Gesamtspitzenreiter Asch/Ludwig hatten sich in einem turbulenten Regenrennen nach einer taktisch starken Leistung und spektakulären Aufholjagd vom letzten Startplatz aus auf Rang vier vorgekämpft und das Podium am Ende nur knapp verfehlt.

In der Gesamtwertung würde sich, falls das Ergebnis des ersten Rennens offiziell wird, der Vorsprung auf Verfolger Klaus Bachler von ursprünglich 52 auf 42 Punkte verringern.

Der Österreicher Bachler kann den Rückstand auf Asch/Ludwig im zweiten Rennen des Wochenendes am Sonntag (ab 13.00 Uhr, LIVE im TV und im STREAM auf SPORT1) allerdings weiter verkürzen. Mit seinem Partner Martin Ragginger startet er dann von der Pole Position, seine Mercedes-Konkurrenten erneut vom letzten Platz.

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