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Am kommenden Wochenende geht es im niederländischen Zandvoort wieder um Punkte
Packende Rad-an-Rad-Duelle sind das Markenzeichen der ADAC TCR Germany © ADAC TCR Germany

Zum ersten Mal präsentiert sich die Tourenwagenserie der ADAC im Ausland. Auf dem Red Bull Ring geben gleich mehrere Piloten ihr Debüt in der ADAC TCR Germany.

Neue Gesichter für die ADAC TCR Germany: Beim Österreich-Gastspiel der Serie auf dem Red Bull Ring in Spielberg (ab Sa., 15.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) werden Niko Kankkunen (17, Finnland), Sohn des viermaligen Rallye-Weltmeisters Juha Kankkunen in einem Seat, Niklas Mackschin (21) in einem Volkswagen, Sportwagen-Ass Andrea Belicchi (40, Italien) in einem Honda sowie Finlay Crocker (46, Großbritannien) in einem weiteren Honda ihre Debüts in der neuen Tourenwagenserie des ADAC geben.

In Österreich betreten nicht nur die vier Fahrer, sondern auch die ADAC TCR Germany Neuland, die Rennen in der Steiermark stellen die Auslandspremiere der Serie dar. Österreich ist am Wochenende mit drei Piloten sowie den Teams HP Racing und SEAT Austria im internationalen Starterfeld bestens vertreten.     

Red Bull Ring kein Selbstläufer   

Dabei rechnet sich insbesondere Harald Proczyk (40, HP Racing) im Seat Leon Cup Racer Chancen auf vordere Platzierungen aus. Der in unmittelbarer Nähe zum Red Bull Ring geborene Steirer weiß: Die Saisonrennen sieben und acht auf dem heimischen Red Bull Ring werden keine Selbstläufer.

"Es wird schwer, vorne zu landen. In Spielberg sind vermutlich noch nicht so viele gefahren. Das wird sicher eine Überraschungsbox, wer schnell sein wird und wer nicht", sagt Proczyk, der in der Gesamtwertung fünf Punkte hinter Spitzenreiter und Honda-Fahrer Josh Files (25, Großbritannien, Target Competition) liegt: "Die Hondas sind alle stark, speziell das Team Target Competition hat zuletzt in Oschersleben eine starke Performance hingelegt."

Der neue Asphalt und die leicht veränderten Kerbs stellen auch für die erfahrenen Piloten im Feld der ADAC TCR Germany unbekannte Herausforderungen dar. "Der Red Bull Ring wird zwar ein Heimrennen sein, aber es wird auch so sein, dass ich wirklich erst beim Rennwochenende zum ersten Mal wieder dort fahre - was aber kein Problem sein dürfte", sagt Proczyk und betont: "Es ist immer schön, in der Steiermark zu fahren."  

Kampf um die Gesamt-Führung

Spitzenreiter Files geht nach seinem jüngsten Sieg mit großem Selbstvertrauen in die nächsten Rennen. Den Red Bull Ring kennt der Brite aus früheren Erfolgen in anderen Rennserien bestens.

"Ich liebe diesen Kurs, denn er kombiniert Hochgeschwindigkeitspassagen mit extrem anspruchsvollen Kurven und Schikanen. Solche Strecken liegen mir", sagt er: "Wir schauen von Rennen zu Rennen - natürlich träumen wir von der Meisterschaft, aber dafür müssen wir Schritt für Schritt planen."   

Auch der ADAC Formel 4-Umsteiger Tim Zimmermann (19) hofft auf einer seiner persönlichen Lieblingsstrecken weiter auf seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany. "In Oschersleben waren wir knapp am ersten Saisonsieg dran", so der VW-Pilot. "Wenn wir ankommen, dann geht's aufs Podium. Das ist eine gute Voraussetzung, jetzt auch endlich ganz oben auf dem Treppchen zu stehen", sagt Zimmermann. 

Die ADAC TCR Germany startet am Freitag mit zwei Freien Trainingseinheiten (09.10 und 14.20 Uhr). Spätestens am Samstagmorgen (11.30 Uhr) wird es dann ernst, wenn es im Zeittraining gegen die Uhr um die Startplätze für das erste Rennen (Samstag, 15.40 Uhr) geht.

Auch die Startreihenfolge für das zweite Rennen (Sonntag, 10.40 Uhr) wird im Qualifying festgelegt. In diesem Lauf starten die zehn schnellsten Fahrer des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge - der Pole-Setter wird also von Rang zehn starten, der Zehnte wiederum von der Pole-Position. Die fünf Besten des Qualifyings erhalten zudem absteigend fünf bis einen Punkt für die Gesamtwertung.

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