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Spielberg - Ex-DTM-Champion Marco Wittmann rast in Spielberg von der Pole zum Sieg. Ein Audi-Fahrer verhindert einen BMW-Fünffachsieg. Für Mercedes läuft es nicht rund.

Marco Wittmann hat bei der eindrucksvollen Machtdemonstration von BMW einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert.

Der Ex-Champion gewann das dritte DTM-Rennen im österreichischen Spielberg vor seinem Markenkollegen Tom Blomqvist und dem Italiener Edoardo Mortara im Audi.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock verpasste das Treppchen als Vierter nur knapp - insgesamt landeten gleich sechs BMW in den Top Ten.

Wittmann zeigt fehlerfreies Rennen 

"Das ist ein perfektes Ergebnis, von der Pole zum Sieg. Was will man mehr?", sagte der überglückliche Wittmann nach seinem sechsten DTM-Sieg in der ARD: "Ich habe versucht, meine Verfolger auf Distanz zu halten und das Rennen zu kontrollieren. Das hat gut geklappt."

Wittmann, Meister von 2014, lieferte zuvor ein fehlerfreies Rennen ab und verteidigte seinen knappen Vorsprung vor Blomqvist (0,726 Sekunden zurück) und Mortara (1,251) souverän.

"Mit den beiden im Nacken war es immer wieder eng - gerade hinten raus auf der Geraden. Aber das Auto lief super, und ich habe mir immer wieder ein paar Zehntel herausgefahren", sagte Wittmann.

Mortara verhindert Fünffachsieg von BMW

Die Münchner hatten bereits das Qualifying dominiert und daraufhin Zusatzgewichte erhalten. Von diesem Nachteil merkte man im Rennen aber kaum etwas, einzig Audi-Pilot Mortara hielt gut mit und verhinderte so einen Fünffachsieg von BMW.

Kein Wunder, dass Mortara mit seiner Podiumsplatzierung "super zufrieden" war. "Mehr war nicht drin, die BMW vorne waren einfach zu schnell", sagte er.

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Für seinen Teamkollege Mattias Ekström war das Rennen bereits gelaufen bevor es richtig losging: In Kurve eins nach dem Start kollidierte der Schwede unverschuldet mit Maxime Martin und António Félix Da Costa und fiel an das Ende des Feldes zurück.

Der zweimalige Champion konnte zwar noch einige Positionen aufholen, beendete das Rennen aber auf Position 16. Ein kleiner Trost: Ekström fuhr die schnellste Runde in 1:23,442 Minuten und stellte so einen neuen Red-Bull-Ring-Rundenrekord auf.

Di Resta betreibt Schadensbegrenzung

Mercedes erlebte nach dem schlechten Qualifying auch im Rennen eine Enttäuschung.

Als noch bester Mercedes-Fahrer landete der ehemalige Formel-1-Pilot Paul Di Resta, vor zwei Wochen noch Sieger des zweiten Rennens beim Saisonstart in Hockenheim, auf Rang sieben.

Der Schotte konnte aber zumindest die Führung in der Gesamtwertung verteidigen. Die führt Di Resta nach drei von 18 Saisonrennen mit 43 Punkten vor Edoardo Mortara (40 Punkte) und Marco Wittmann (29 Punkte) an.

BMW erneut schwerer im Qualifying 

Ob sich an der BMW-Dominanz in Spielberg beim zweiten Rennen am Sonntag (ab 15.13 Uhr im LIVETICKER und im LIVESTREAM auf DTM.com) etwas ändert, wird sich beim Qualifying zeigen.

Auch dort fahren die BMW (1117,5 kg) mit einem höheren Grundgewicht als Audi und Mercedes (beide 1115 kg) und sind daher im Rennen gegen die Uhr benachteiligt.

In Spielberg kommt dem Qualifying eine noch höhere Bedeutung zu als auf anderen Strecken - bei acht der bislang zehn DTM-Rennen auf dem Red Bull Ring siegte der Pole-Setter.

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