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Der BMW-Pilot darf sich nur vier Stunden über seinen zweiten Platz in Hockenheim freuen. Ein nicht regelkonformer Kofferraumdeckel wird ihm zum Verhängnis.

Die schlechten Nachrichten für BMW kamen rund vier Stunden nach dem zweiten DTM-Saisonrennen in Hockenheim (Die Highlights des zweiten Rennens ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1): Timo Glock wurde von der Wertung des Laufs ausgeschlossen.

Das hatten die Sportkommissare nach einer Untersuchung des BMW M4 DTM entschieden. Die Begründung: Der Bolide hat gegen Artikel 3.7 des Technischen Reglements verstoßen, der Heckdeckel (Kofferaumdeckel) entsprach nicht seiner vorgeschriebenen Form. Der Heckdeckel lag letztendlich 1,3 Millimeter außerhalb der Toleranz.

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Fehler bei Reparatur?

"Das Fahrzeug von Timo Glock musste nach seinem Unfall am Vortag über Nacht repariert werden. Natürlich sind wir nun von dieser Entscheidung sehr überrascht und extrem enttäuscht, zumal der betreffende Bereich des Heckdeckels keinerlei Relevanz für die Aerodynamik und damit die Performance hat. Besonders schade ist es für Timo, der damit um die verdienten Früchte einer starken Leistung im Rennen gebracht wurde", sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. Offenbar hat der Crash von Glock am Samstag mit Mercedes-Pilot Daniel Juncadella zu den Veränderungen geführt. 

Die Silhouette des Autos wird im Parc fermé von einem Messarm dreidimensional abgetastet. Dieser Messarm kann selbst geringe Unregelmäßigkeiten feststellen. Bei Glocks Auto passte die Silhouette nicht zu der zuvor homologierten Form.

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Martin rückt aufs Podium

Glock war beim zweiten Lauf am Sonntagnachmittag Zweiter geworden. Durch seinen Ausschluss rücken die nachfolgenden Piloten einen Platz nach vorne. Mit auf dem Podium steht nun sein Markenkollege Maxime Martin.

Was zu den Unregelmäßigkeiten geführt hat, ist unklar. Veränderungen am Heck können zu aerodynamischen Vorteilen führen. Gut möglich ist es zum Beispiel, dass der Crash von Glock am Samstag zu den Veränderungen geführt hat.

Grundsätzlich werden die ersten drei Autos nach einem Rennen untersucht, dazu auch weitere. Glocks Auto war bei den Untersuchungen am Samstag aber nicht dabei.

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