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Darf Marco Wittmann in Budapest bereits über den Titelgewinn jubeln?
Darf Marco Wittmann in Budapest bereits über den Titelgewinn jubeln? © xpbimages.com

Marco Wittmann denkt vor den beiden Rennen in Ungarn noch nicht über einen möglichen Titelgewinn nach und will sich nur auf sich und seinen Job konzentrieren

Theoretisch könnte Marco Wittmann schon an diesem Wochenende in Budapest seinen zweiten DTM-Titel nach 2014 einfahren. Der BMW-Pilot liegt in der Meisterschaft aktuell 33 Punkte vor seinem engsten Verfolger Edoardo Mortara. Verlässt er Ungarn mit einem Vorsprung von mehr als 50 Punkten, hätte der 26-Jährige den Titel bereits vor dem Saisonfinale in Hockenheim im Oktober in der Tasche. Vor den Rennen auf dem Hungaroring will Wittmann daran aber keinen Gedanken verschwenden.

"Ich glaube, an Budapest habe ich die besten Erinnerungen von allen", lacht der BMW-Pilot im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. 2014 konnte er dort gewinnen, und ein weiterer Triumph in diesem Jahr würde den Titel bereits in greifbare Nähe rücken. "Um ehrlich zu sein denke ich nicht groß dran", winkt der aktuelle DTM-Tabellenführer allerdings sofort ab.

Im Hinblick auf eine mögliche vorzeitige Entscheidung im Titelkampf erklärt er: "In der Theorie ja, aber praktisch kann es ganz anders aussehen. Effektiv sind es noch vier Rennen und 100 Punkte (maximal; Anm. d. Red.). Klar, wir haben die beste Ausgangslage. Aber dennoch müssen wir fokussiert bleiben und unseren Job so machen wie bisher. Dann gucken wir, ob es klappt oder nicht."

Allerdings dürfte Wittmann den Titelkampf nicht komplett ausblenden können, denn auf der Strecke taktierten die Konkurrenten von Audi und Mercedes bereits zuletzt am Nürburgring, um den Spitzenreiter einzubremsen. So steckte Wittmann im Sonntagsrennen lange hinter Adrien Tambay und Christian Vietoris fest. Auch in Ungarn werden die beiden anderen Hersteller wieder alles daran setzen, Wittmann das Leben so schwer wie möglich zu machen.

"Im Hinterkopf hat man das natürlich schon", gesteht der 26-Jährige. "Aber effektiv versucht man wie gesagt, seinen Job zu machen und sich auf sich selbst zu konzentrieren und sich gar nicht groß ablenken zu lassen. Man kann sowieso nicht alle Szenarien durchspielen oder versuchen, diese Dinge zu verhindern. Man muss es einfach spontan entscheiden und situationsabhängig machen."

Und weil Wittmann an diesem Wochenende keine Ablenkung gebrauchen kann, macht er sich aktuell auch noch keine Gedanken um seine Zukunft in der DTM. Weil die Hersteller 2017 vermutlich nur noch jeweils sechs Autos einsetzen werden, stehen einige Teams und Fahrer vor einem Umbruch. "Ich denke, die Entscheidung wird irgendwann fallen", gibt sich Wittmann ganz entspannt. Als möglicher Meister dürfte er seinen Job bei BMW ohnehin sicher haben.

© Motorsport-Total.com

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