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2017 FIA Formula E Championship : Paris E Prix
Nick Heidfeld macht einige Plätze gut, mit dem Sieg hat er dennoch nichts zu tun © Getty Images

Das Gastspiel in Berlin endet enttäuschend: Nick Heidfeld kämpft sich in der Formel E vom letzten Startplatz nach vorne, ein Top-Ergebnis bleibt ihm jedoch verwehrt.

Nick Heidfeld (40) hat beim Gastspiel der Formel E in Berlin den erhofften ersten Sieg eines Deutschen in der Elektro-Serie verpasst.

Der langjährige Formel-1-Pilot aus Mönchengladbach belegte am Sonntag auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof nur den zehnten Platz. Nach technischen Problemen im Qualifying brachte auch eine eindrucksvolle Aufholjagd vom letzten Startplatz kein Top-Ergebnis mehr.

Im ersten Berliner Lauf am Samstag hatte Heidfeld noch seine zuletzt starke Form bestätigt und den dritten Rang belegt. Ausgerechnet sein Teamkollege Felix Rosenqvist (Schweden) zeigte mit einem Sieg am Samstag und dem zweiten Rang am Sonntag, was mittlerweile mit dem immer stärker werdenden Mahindra-Boliden möglich ist.

Auch am Sonntag fuhr Rosenqvist zwar als Erster über die Ziellinie, musste aber eine Zeitstrafe wegen eines Fehlers seiner Boxencrew hinnehmen. Titelverteidiger Sebastien Buemi (Schweiz/Renault) "erbte" dadurch den Sieg und blieb nach acht WM-Läufen Führender im Gesamtklassement. Der Kemptener Daniel Abt (ABT-Audi) schloss am Samstag als Achter ab und holte am Sonntag mit Rang vier sein bestes Saisonergebnis.

Zukunft von Berlin-Rennen ungewiss

Mit zwei Doppel-Rennen in New York (15./16. Juli) und Montreal (29./30. Juli) endet die dritte Saison der noch jungen Formel E im kommenden Monat.

Der Verbleib des deutschen WM-Laufes in Berlin ist derweil weiterhin ungewiss. Trotz des in diesem Jahr auslaufenden Vertrages gebe es derzeit keine Gespräche mit dem Berliner Senat, sagte Chef-Promoter Alejandro Agag der Berliner Zeitung: "Ich strebe an, es wieder zu versuchen. Ich weiß nicht, ob es möglich ist. Wir wollen unseren Rennsport den Zuschauern so nah wie möglich präsentieren."

Denn Streitpunkt ist unter anderem die Frage, ob die Elektro-Rennserie künftig wieder in der Berliner Innenstadt fahren darf. "Klar ist, wenn wir wieder ein Straßenrennen in Berlin austragen dürfen, fiele mir die Entscheidung leichter, in Berlin zu bleiben", sagte Agag im Rahmen des Deutschland-Gastspiels am Wochenende. Andernfalls wäre auch ein Abschied der Formel E nach München "eine Option. Wir befinden uns aber noch am Anfang der Verhandlungen."

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