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Lewis Hamilton Monza Box Helm
Lewis Hamilton kämpft mit Teamkollege Nico Rosberg um den WM-Titel © Getty Images

Monza - Nach der Warnung von Toto Wolff setzt Lewis Hamilton auf Harmonie. Im Training ist er Schnellster, plagt sich aber mit Problemen.

Lewis Hamilton setzt auf Harmonie.

"Danke Jungs! Großartiger Job, mich zurück auf die Strecke zu bekommen", lobte Hamilton nach dem Training von Monza seine Ingenieure: "Ich schätze das sehr."

Dabei stand sein Mercedes wegen Hydraulikproblemen eine Stunde lang fahruntüchtig in der Box. Knapp zwei Wochen nach der Kollision von Spa war der Brite sichtlich darum bemüht, die Wogen im Team zu glätten.

"Paddy Lowe, unser technischer Direktor, und Toto Wolff, Vorsitzender von Mercedes Motorsport, sind passionierte Racer. Sie verstehen die menschliche Seite daran. Was ich aus dem Meeting mitgenommen habe war ihr Nachdruck, dass es nicht um uns als Fahrer, sondern um Mercedes Benz geht. Wir wurden daran erinnert, dass wir die Rennen beenden müssen, was mir bereits bewusst war", schrieb er in einer Mitteilung auf seiner Homepage.

Auch Mercedes-Berater Niki Lauda trat auf die Bremse. "Es ist alles geklärt, die Stimmung ist wie vor Spa: Zwei Alphatiere fahren um die Weltmeisterschaft. Es ist aber nicht verschärft durch Spa", stellte er bei "Sky" klar.

Wolff droht mit neuem Fahrer-Duo

Zuvor warnte Wolff die Fahrer vor weiteren Scharmützeln auf der Strecke: "Wir wollen nicht, dass das noch mal passiert", sagte er der "BBC": "Und die Konsequenzen wären ganz einfach: Wenn wir es nicht schaffen, dass beide dem Renn-Spirit von Mercedes folgen, dann müssten wir das zugeben und Entscheidungen treffen. Vielleicht bräuchten wir dann ein anderes Fahrer-Duo."

Immerhin: Am Trainingsfreitag kamen sich beide Fahrer nicht ins Gehege. Hamilton legte im ersten Duell mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg seit dem Unfall in Spa bereits am Vormittag in 1:26,187 Minuten auf harten Reifen die beste Zeit des Tages auf den Asphalt.

Rosberg verbesserte sich in der Nachmittagssession zwar auf 1:26,225 Minuten, biss sich aber an Hamiltons Zeit letztlich die Zähne aus.

Zudem war Hamilton trotz der technischen Probleme auch im 2. Freien Training auf Bestzeitkurs, ehe ihn zweimal im Schlusssektor aufkommender Verkehr aufhielt.

Hamilton ohne Longrun

Trotz der Trainingsniederlage kann Rosberg mit dem Tagespensum zufrieden sein. Während Hamilton in der Nachmittagssession nur 16 Runden absolvieren konnte, spulte der WM-Führende 41 Runden ab und legte dabei einen ausgiebigen Longrun hin.

"Das war ein guter Tag, es hat Spaß gemacht, aber ich habe mich noch nicht ganz wohl gefühlt mit dem Auto", sagte Rosberg: "Da müssen wir noch dran arbeiten."

Im Qualifying (Sa., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER, Highlights So., ab 0 Uhr im TV auf SPORT1)geht es am Samstag in die nächste Runde des teaminternen Duells um die Spitze.

Ferrari verbessert

Beim Heimspiel überzeugte Ferrari mit den Plätzen drei und vier für Kimi Räikkönen (Finnland/1:26,331) und Fernando Alonso(Spanien/1:26,565), Fünfter wurde Valtteri Bottas (Finnland/1: 26,758) im Williams(Hier gibt es Tickets für die Formel 1).

Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim/1:26, 762) landete im Red Bull zeitgleich mit McLaren-Pilot Jenson Button (England/1:26,762) dahinter und lag noch vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo (1:26:992).

"Wir hatten keine Probleme mit dem Auto und konnten viele Runden drehen, das ist schonmal gut", sagte Vettel: "Ich denke ab Platz drei wird es hier sehr eng zugehen."

Williams mit überzeugenden Longruns

Nico Hülkenberg (Emmerich/1:27,227) verpasste im Force India als Zwölfter ebenso die Top Ten wie Sauber-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing), der in der ersten Session durch den Niederländer Giedo van der Garde ersetzt worden war und am Nachmittag auf 1:28, 029 und Rang 16 kam (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Auf den Longruns im 2. Freien Training überzeugten vor allem die Williams mit konstant starken Zeiten. Bottas spulte im Renntrimm die schnellsten Runden ab. Im Rennen (So, ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER, Highlights ab 19 Uhr im TV auf SPORT1) dürfte mit Williams also zu rechnen sein.

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