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Singapur - Im Qualifying von Singapur liefern sich die Mercedes-Rivalen ein enges Duell. Vettel hadert trotz der guten Ausgangsposition.

Lewis Hamilton hat das Herzschlag-Qualifying (Sa., ab 22.30 Uhr im TV auf SPORT1) von Singapur für sich entschieden und im Titelkampf mit seinem geschlagenen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der englische Ex-Weltmeister fuhr in 1:45,681 Minuten die beste Zeit auf dem Stadtkurs und geht nach der 37. Pole Position seiner Karriere vor Rosberg (1:45,688) und Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo (Australien/1:45,854) ins spektakuläre Nachtrennen (DATENCENTER: Der Singapur-GP).

Rosberg ärgert sich 

"Eine sehr aufregende Session", sagte Hamilton: "Ich habe mich sogar in der ersten Runde verbremst, aber es ist immer besser geworden und es hat gereicht." Rosberg ärgerte sich ein bisschen: "Sieben Tausendstel ist gar nichts, aber Lewis hat einen guten Job gemacht."

Die Silberpfeile wehrten bei der Eroberung der ersten Startreihe erfolgreich die immer näher rückende Konkurrenz ab, die sich berechtigte Hoffnungen gemacht hatte, die Dominanz des Top-Teams in den 23 Kurven der Millionen-Stadt brechen zu können.

Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim/1:45,902) musste sich als Vierter erneut, wenn auch knapp, seinem Red-Bull-Teamkollegen Ricciardo geschlagen geben.

Vettel nicht zufrieden 

Für Ferrari-Star Fernando Alonso (Spanien/1:45,907) reichte es trotz starken Trainingsleistungen nur zu Rang fünf, sein Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland/1:46,170) hatte Pech mit einem Motorschaden in der entscheidenden Runde.

"Es ist nicht perfekt gelaufen, in Q2 noch mal rauszufahren und den Reifensatz in die Tonne zu hauen, war nicht ideal", sagte Vettel: "Zum Ende hatte ich dann einen Schuss, der hätte besser sein können. Der Motorschaden am Freitag kam sehr überraschend, ich hoffe, dass am Sonntag morgen alles gut geht."

Nico Hülkenberg (Emmerich/1:48,450) fuhr im Force India auf Rang 13, während Sauber-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing/1:48,324) bereits nach dem Q1 die Segel streichen musste und von Platz 17 aus ins Rennen geht. "Da stimmt was nicht, no power, no power, kann nichts tun. Müssen das Auto checken", funkte er an die Box (Hier gibt es Tickets für die Formel 1).

Schlechter Start für Rosberg 

Rosberg erwischte einen denkbar schlechten Start ins Qualifying, als er mit neuen Bremsen eine Kurve verpasste und den Notausgang nehmen musste. Während die beiden Ferrari-Piloten sich an die Spitze setzten, wartete Red Bull sehr lange und schickte Vettel und Ricciardo gleich auf den schnelleren Supersoft auf die Strecke.

Weil Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat (Russland) dem Weltmeister zunächst keinen Platz machte, brauchte Vettel mehr Runden als erhofft, um eine brauchbare Zeit auf den Asphalt zu brennen.

Im Q2 setzte Rosberg eine erste Duftmarke. In den letzten Sekunden fuhr er 1:45,825 und pulverisierte förmlich die Bestzeit von Hamilton. Der schlug dann aber zurück, als es darauf ankam, obwohl er sich einen heftigen Verbremser geleistet hatte (SHOP: Jetzt Motorsport-Artikel kaufen).

"Bin hier, um zu gewinnen" 

Die Konkurrenz war insgesamt ein bisschen näher an die Silberpfeile gerückt, zumal Singapur ein Kurs ist, der vor allem Red Bull und Ferrari in die Karten spielt. "Ich bin hier, um zu gewinnen", hatte Vettel gesagt, der in den letzten drei Jahren jeweils am Ende die Nase vorn hatte.

Allerdings verpasste Vettel am Freitag wegen eines erneuten Motorenwechsels fast die komplette zweite Session und war nur knapp acht Minuten auf der Strecke, um dann im dritten Training mit der Monza-Maschine wieder voll angreifen zu können.

Sechs Rennen vor Schluss führt Rosberg (238) mit 22 Punkten Vorsprung auf Hamilton (216) das WM-Klassement an. Ricciardo (166) liegt mit einigem Abstand auf Rang drei, Teamkollege Vettel (106) nur auf Rang sechs (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

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