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Paddy Lowe gibt in seiner Funktion als Renndirektor Anweisungen an die Mercedes-Piloten
Paddy Lowe gibt in seiner Funktion als Renndirektor Anweisungen an die Mercedes-Piloten © getty

Fahrhilfen über Funk werden in der Formel 1 künftig bestraft. Wie "auto motor und sport" berichtet, hat der Automobil-Weltverband FIA diese Maßnahme bereits für den Großen Preis von Singapur am 21. September angekündigt.

Die FIA will damit dem Eindruck entgegenwirken, dass die Ingenieure zunehmend von der Box aus den Wagen steuern. Laut Artikel 20.1 des FIA-Sportgesetzes besagt, dass "der Fahrer das Auto allein und ohne fremde Hilfe fahren muss".

Die Trennlinie zwischen einer erlaubten und unerlaubten Hilfestellung ist für die Experten offenbar klar. Anweisungen, die dem Fahrer den Gang, die Linie, oder die Einstellung am Lenkrad mitteilen, sind ein Eingriff in das Hoheitsgebiet des Piloten.

Der Befehl, an die Box zu fahren, ist kein solcher Eingriff.

Noch unklar ist ein eventuelles Strafmaß. Denkbar wären eine Fünf-Sekunden-Strafe im Rahmen eines Boxenstopps oder ein Eintrag in das Punktekonto. Die Entscheidung darüber liegt im Ermessen der Sportkommissare.

Der Weltverband reagiert mit dieser Anweisung auf die heftige Kritik von Fans und TV-Zuschauern. Zuletzt entstand mehr und mehr der Eindruck, als ob nicht die Piloten, sondern die Ingenieure das Auto steuern.

Die Zuschauer wollten aber keine Marionetten mehr sehen, die nur den Instruktionen von außen folgen, heiß es bei "autosport.com".

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