Lewis Hamilton ist auch in Austin der Favorit. Neben wichtigen Punkten im Titelkampf winkt der Legendenstatus in der Heimat.

Ein wenig mehr Zeit mit ihrem Star hatten sich die Fans an den Bildschirmen dann doch erhofft.

Am Mittwoch stattete Lewis Hamilton im Vorfeld des Großen Preis der USA (Training, Freitag ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) der populären "Today Show" einen Besuch ab.

Moderator Josh Elliot hatte ihn samt seines Dienstwagens nach New York geholt, doch nach weniger als 60 Sekunden Redezeit, war sein Auftritt schon wieder beendet.

Ein weitere Beleg dafür, was die Formel-1-Welt Woche für Woche zu sehen bekommt: Der Brite ist derzeit einfach verdammt schnell unterwegs.

Favorit in Austin

Noch vor zwei Monaten hatte Rivale Nico Rosberg 29 Zähler Vorsprung in der Fahrerwertung.

Doch nach vier Siegen in Folge für den Briten, hat sich das Blatt längst gewendet. Mit 17 Punkten Vorsprung geht Hamilton in die drei noch ausstehenden Rennen.

Derzeit wirkt es nicht so, als sei er auf dem Weg zum zweiten Titel nach 2008 noch zu stoppen.

Hamilton fährt mit enormem Selbstvertrauen nach Texas und gilt auch in den USA als erster Anwärter auf den Sieg.

Rekorde in Aussicht

Neben 25 weiteren, enorm wichtigen Punkten winken dem Briten dort zusätzlich gleich mehrere Bestmarken.

Mit einem weiteren Sieg auf dem Circuit of America würde er Nigel Mansell, der nach seiner Karriere mit dem Ritterordern "Order of the Britsh Empire" ausgezeichnet wurde, als erfolgreichsten Briten aller Zeiten in der Königsklasse ablösen.

Zudem wäre er der erste Brite, dem es gelingt, zehn oder mehr Siege in einer Saison einzufahren und würde obendrein mit Mansell und Legende Jim Clark gleichziehen, die ebenfalls fünf Rennen in Serie gewannen.

Nächster Schritt in Richtung Titel

Doch bei allen möglichen Rekorden, geht es für Hamilton erster Linie darum, Titelkonkurrent und Teamkollege Rosberg den nächsten Dämpfer zu verpassen.

Denn noch sind - dank der erstmals doppelt vergebenen Punktzahl beim Saisonabschluss in Abu Dhabi - 100 Punkte zu erreichen. Auf dem Papier ist der Deutsche noch lange nicht geschlagen. Dessen ist sich auch Hamilton bewusst.

"Es fühlt sich sehr gut an, die Punkte zu haben und vor Nico ins Ziel zu kommen, aber die Geschichte hat dieses Jahr gezeigt, dass ein Vorsprung nicht groß genug sein kann", sagte er im Vorfeld bei "motorsport-total.com".

Rosberg muss auf Ausrutscher hoffen

Um Hamilton wirklich nochmal gefährden zu können, muss Rosberg wohl aber auf einen Ausrutscher seines im Moment so konstanten Teamkollegen hoffen.

"Für Nico wird es jetzt schwer, weil Lewis gerade auf einem höchsten Level fährt", sagte Niki Lauda. "Er muss jetzt irgendwie zurückschlagen", so der Mercedes-Aufsichtsratschef weiter.

Eine Antwort auf das "wie", hat allerdings auch Lauda nicht parat. Zumal auch die Historie in Texas für den Ex-Weltmeister spricht.

Während Hamilton vor zwei Jahren die Premiere der neuen Strecke in Texas gewann, steht für Rosberg lediglich ein neunter Platz als bestes Ergebnis zu Buche.

Unterstützung von der Familie

Der Brite kann außerdem auf jede Menge Unterstützung seitens der Familie hoffen

"Eine Menge Leute aus dem amerikanischen Teil meiner Familie werden zum Rennen kommen", freut sich Hamilton, den auch die Erinnerungen an das erste Rennen in Austin beflügeln: "2012 habe ich den ersten Grand Prix überhaupt auf dieser Strecke gewonnen. Es wird ein ganz besonderes Rennen für mich".

Der nächste Cowboyhut wartet

Auch wenn die endgültige Entscheidung um den Titel nach Aussage von Hamilton erst beim letzen Saisonrennen fallen wird, kann er mit einem Sieg in Austin einen ganz großen Schritt in Richtung Titel machen.

Und ganz nebenbei würde er sich damit auch eine ganz besondere Trophäe sichern:

"Ich freue mich sehr auf das Wochenende und ein großartiges Rennen. Hoffentlich endet es mit einem weiteren Cowboyhut ganz oben auf dem Podium."

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