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Fernando Alonso plädiert für mehr Sicherheit

Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat sich nach dem schweren Unfall von Jules Bianchi für geschlossene Cockpits ausgesprochen.

"Ich finde, man sollte das versuchen oder die Idee zumindest testen", sagte der Ferrari-Pilot vor dem Großen Preis von Russland am Sonntag (13.00 Uhr) in Sotschi.

Der 33-Jährige könne ein Umdenken nach dem Crash von Bianchi am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Japan durchaus verstehen. "Wir sind im Jahr 2014, wir haben die Technologie. Es gibt Flugzeuge und andere Beispiele, wo so etwas zur Anwendung kommt und funktioniert. Warum sollte man nicht darüber nachdenken?", sagte Alonso.

Marussia-Pilot Bianchi war beim 15. WM-Lauf im japanischen Suzuka auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Wagen unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Noch ist unklar, welche Konsequenzen es vom Automobil-Weltverband FIA nach dem Unfall, bei dem Bianchi schwerste Kopfverletzungen erlitt, geben wird. "Es kann interessant sein, das zu versuchen", sagte auch Williams-Fahrer Felipe Massa zu einem geschlossenen Cockpit.

Doch eine eindeutige Meinung zu dem Thema gibt es unter den Fahrern nicht. "Das wäre ein große Veränderung für unseren Sport", sagte der ehemalige Weltmeister Jenson Button. Der viermalige Champion Sebastian Vettel meinte: "Ich glaube nicht, dass es richtig ist, jetzt schon eine feste Meinung zu diesem Thema zu haben." Man müsse die Möglichkeiten sehr genau analysieren und dann im Sinne aller eine Entscheidung treffen.

Am Freitag wollen in Sotschi auch die Fahrer der Formel-1-Pilotengewerkschaft GPDA über mögliche Maßnahmen nach Bianchis Unfall sprechen. Um was es dabei konkret gehen soll, wurde bislang nicht bekannt. In jedem Falle wollen die Piloten jedoch beraten, wie man den Franzosen Bianchi und dessen Familie in der Zukunft unterstützen kann.

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