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Die Betreiber des Nürburgrings wollen den Großen Preis von Deutschland austragen
Die Betreiber des Nürburgrings wollen den Großen Preis von Deutschland austragen © getty

Der traditionsreiche Nürburgring verhandelt weiter über die Austragung des für Juli angesetzten Großen Preises von Deutschland.

Der Ausgang der Gespräche mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ist aber noch nicht abzusehen.

"Es hat am Mittwoch in London Gespräche zwischen Herrn Ecclestone und Vertretern des Nürburgrings gegeben, das können wir bestätigen", sagte Pietro Nuvoloni, Sprecher der Nürburgring-Betreiber-Gesellschaft capricorn, am Donnerstag.

Der Stand der Verhandlungen könne derzeit jedoch nicht kommentiert werden. "Über die Inhalte halten wir uns bedeckt, wenn es ein Ergebnis gibt, werden wir das mitteilen", sagte Nuvoloni.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Ecclestone in englischen Medien angekündigt, dass der Grand Prix am 19. Juli in Hockenheim anstatt wie bisher geplant auf der legendären Strecke in der Eifel ausgetragen werden soll.

Am Mittwoch heizte er dann Spekulationen um eine komplette Absage des Großen Preises von Deutschland an, da derzeit keine Strecke einen gültigen Vertrag besitzt.

Die hohen Antrittsgagen in der Königsklasse bereiten Rennstreckenbetreibern auf der ganzen Welt Probleme, in Deutschland wechseln sich Hockenheimring und Nürburgring seit 2008 wegen der enormen Kosten ab.

Schon in der vergangenen Woche hatte Nuvoloni darauf hingewiesen, dass "ein Formel-1-Rennen für den Betreiber auch finanzierbar sein" müsse.

Zuletzt verschärften unbefriedigende Zuschauerzahlen den wirtschaftlichen Druck auf die Betreiber.

Die zähen Verhandlungen stellen auch in diesem Zusammenhang ein großes Problem dar, weil immer weniger Zeit für Kartenverkauf und Marketing bleibt.

Im vergangenen Jahr kamen am Rennsonntag in Hockenheim lediglich 52.000 Fans an die Strecke, 2013 am Nürburgring waren sogar nur 44.000 Zuschauer beim Rennen.

Auch andere Standorte beklagten zuletzt einen Zuschauerschwund.

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