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F1 Testing In Barcelona - Day Three
Helmut Marko (r., mit Teamchef Christian Horner) übt harte Kritik an den Formel-1-Regeln © Getty Images

Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko übt erneut scharfe Kritik am Motorenreglement der Formel 1 und deutet einen möglichen Rückzug seines Teams bis Ende 2016 an.

Im Streit um das seit 2014 geltende Motorenreglement hat Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko mit Rückzug seines Teams aus der Formel 1 gedroht.

"Es geht um die Formel 1, die in dieser Form das Reglement killt. Es stellt sich die Frage, ob man überhaupt weitermacht", wird der Österreicher nach dem Saisonauftakt in Melbourne von Motorsport-Total.com zitiert.

Beim Großen Preis von Australien war Daniel Ricciardo von Sieger Lewis Hamilton im Mercedes überrundet worden, Daniil Kwjat konnte wegen eines Getriebeschadens nicht einmal an den Start gehen.

Marko ist vor allem das technische Reglement ein Dorn im Auge, das seiner Meinung nach die Vormachtstellung von Mercedes über Jahre hinaus zementiere und viel zu hohe Kosten verursache.

Als die Einführung der Hybrid-Antriebe beschlossen wurde, "konnte man nicht absehen, dass dieses Reglement ein derartiger Kostentreiber ist. Die Einfrierung dieses Reglements macht Aufholen unmöglich", ärgert sich Marko.

Aber auch am Motorenpartner erneuerte er seine Kritik: "Renault hat ein Budget und muss innerhalb dieses Budgets arbeiten. Das Budget ist aber nicht das Problem, sie müssen sich richtig strukturieren."

Der Vertrag mit Renault läuft Ende 2016 aus.

Bereits in der vergangenen Saison hatte es Gerüchte über einen Abschied des viermaligen Konstrukteurs-Weltmeisters gegeben, die Marko jedoch dementierte.

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