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Sebastian Vettel will nicht zur Teambesprechung von Mercedes
Sebastian Vettel will nicht zur Teambesprechung von Mercedes © Getty Images

Sebastian Vettel schlägt das Spionage-Angebot von Nico Rosberg aus und liefert die Begründung inklusive Seitenhieb gleich mit. Mit Ferrari will er die Silberpfeile mittelfristig übertrumpfen.

Sebastian Vettel weiß: "In Malaysia kann alles passieren." Nur einen Besuch bei Mercedes, den wird es nicht geben.

Der viermalige Weltmeister will sich beim zweiten Saisonrennen in Sepang vor allem auf die Silberpfeil-Jagd konzentrieren (Training ab 7 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und imLIVETICKER). Auch deshalb hat der Ferrari-Pilot die wiederholt ausgesprochene Einladung von Vize-Weltmeister Nico Rosberg ausgeschlagen.

"Sie benutzen das als PR-Veranstaltung"

"Als ich mit Nico in der Pressekonferenz geflachst habe, war der Deal, dass das ganze Paddock eingeladen wird. Jetzt ist die Einladung auf meine Person zusammengeschrumpft", sagte Vettel vor dem Großen Preis von Malaysia: "Ursprünglich wollten Niki (Lauda, d.Red.) und Toto (Wolff, d.Red.) das nicht, dann haben sie ja gesagt. Ich denke, sie benutzen das mehr als PR-Veranstaltung denn als richtige Einladung. Deshalb lautet die Antwort nein."

Rosberg war ein bisschen enttäuscht über die Absage: "Keine Ahnung, was dahinter steckt. Es wäre lustig geworden, mal was anderes. Wir hätten natürlich nicht alles sagen können, aber ansonsten wäre es ein normales Briefing gewesen."

Am Freitag, nach dem zweiten freien Training, hätte der Wiesbadener Vettel gerne begrüßt - der bespricht sich dann doch lieber mit seinen eigenen Technikern.

Vettel nimmt Mercedes ins Visier

Denn es gilt schließlich, trotz des guten Debüts mit dem dritten Platz in Australien hinter Weltmeister Lewis Hamilton und Rosberg, die Lücke zu Mercedes weiter zu schließen.

"Mercedes hat ein sehr starkes Paket", sagte Vettel, "aber das heißt nicht, dass wir das nicht aufholen können."

Letztlich könne das Ziel nicht sein, nur so schnell wie Mercedes zu sein, sondern diese zu schlagen. "Das ist schwierig, aber nicht unmöglich", sagte der Heppenheimer.

Deutschland-Aus eine "Schande"

Allerdings ist die Scuderia gut beraten, den Blick auch nach hinten zu richten.

Hinter den Silberpfeilen gehe es "sehr eng zu", vor allem Williams dürfte Ferrari noch einige Sorgen bereiten, bevor zum Angriff auf den Platzhirschen geblasen werden kann.

Dass Vettel in seinem ersten Jahr bei Ferrari die "Rote Göttin" nach der Absage des Deutschland-Grand-Prix nicht über eine heimische Strecke steuern kann, empfindet der 27-Jährige übrigens als "Schande".

Deshalb will er nun zumindest das Rennen in Monza als "Heimrennen adoptieren". Dafür sollten bis dahin allerdings auch die entsprechenden Resultate eingefahren werden.

Regen als X-Faktor

Angesichts der Wetterprognosen für das Rennwochenende mit reichlich Regen hofft Vettel deshalb wie die versammelte Konkurrenz auf einen Überraschungsmoment - zum Nachteil für die in Australien so dominant aufgetretenen Weltmeister-Autos aus Brackley und Brixworth, wo der Stern entsteht.

Denn unter normalen Bedingungen sind Hamilton und Rosberg wohl erneut unschlagbar. Aber wie gesagt: "In Malaysia kann alles passieren."

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