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Die seit Wochen andauernden Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung mit Lewis Hamilton sind immer noch nicht abgeschlossen. Laut Toto Wolff könnten sie sogar noch scheitern.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schließt ein Scheitern der Vertragsverhandlungen mit Lewis Hamilton nicht gänzlich aus, rechnet aber trotzdem fest mit einem Verbleib des Formel-1-Weltmeisters.

"Bis nicht zwei Unterschriften unter dem Vertrag stehen, gibt es im Leben keine hundertprozentige Sicherheit. Aber es spricht in meinen Augen alles dafür, dass es nicht so weit kommt", sagte Wolff der Welt am Sonntag.

Die Verhandlungen zwischen Mercedes und dem 30-jährigen Hamilton, der noch einen Vertrag bis zum Jahresende besitzt, ziehen sich seit Wochen hin. Für Wolff ist das kein ungewöhnlicher Vorgang.

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Lewis Hamilton fährt seit 2013 für Mercedes © Getty Images

"Ein Vertrag ist eine komplexe Angelegenheit, die in unserem Fall eine mehrjährige Periode erfasst. Da muss aus Fahrer- und aus Teamsicht alles richtiggestellt, jedes Detail korrekt formuliert sein", sagte der 43-jährige Österreicher.

Wolff betonte, dass sich beide Seiten "über die wesentlichen Bedingungen seit Januar einig" sind: "Seitdem geht es nur noch um Details. Aber die sind zahlreich." Das bestätigte zuletzt auch Hamilton, der erstmals für sich selbst verhandelt und sich mit allen Inhalten des 80-seitigen Vertrags erst noch im Detail beschäftigen muss. "Es wird der Punkt kommen, an dem wir uns einigen werden", sagte Hamilton.

Nach verschiedenen Medienberichten soll Hamilton einen neuen Dreijahresvertrag unterschreiben, inklusive erfolgsabhängiger Bonuszahlungen steht ein Gehalt von bis zu 37 Millionen Euro jährlich im Raum. Wolff wollte diese Zahlen nicht bestätigen.

"Lewis hat bereits gesagt, dass diese Summen Unsinn und frei erfunden sind. Dem stimme ich zu", betonte der Boss des Rennstalls: "Davon abgesehen sind die besten Sportler der Welt hochbezahlte herausragende Persönlichkeiten. Ob im Fußball, im Golf oder in der Formel 1. Die Nachfrage bestimmt das Angebot."

Hamilton hatte nach 2008 bei McLaren im Vorjahr für Mercedes seinen zweiten WM-Titel gewonnen. Als Nachfolger von Michael Schumacher fährt er seit 2013 für das Werksteam.

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