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Philippe Bianchi: "Wo Leben ist, da ist Hoffnung" © Getty Images

Der Zustand des vor rund sieben Monaten schwer verunglückten Formel-1-Fahrers Jules Bianchi ist unverändert kritisch, mit wenig Hoffnung auf Besserung.

"Wir befinden uns in einer Phase der Stagnation. Die neurologische Entwicklung ist natürlich nicht, wie sich das eine Familie wünschen würde", sagte Bianchis Vater Philippe in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender Canal+ im Vorfeld des Großen Preises von Monaco.

Im Fürstentum war der Franzose Jules Bianchi vor einem Jahr als Neunter zum ersten Mal in die Punkteränge gefahren.

"Das Wichtigste für mich ist: Jules ist am Leben. Zu wissen, dass er sich ins Leben zurückkämpfen will, das gibt uns viel Kraft. Denn wir sagen uns - wo Leben ist, da ist Hoffnung", sagte Philippe Bianchi.

Allerdings gestand er auch ein: "Im Grunde hat das normale Leben für uns am 5. Oktober aufgehört. Sein Zustand bestimmt unseren Tagesablauf. Wir wachen am Morgen auf, wir denken sofort an Jules, wir denken ans Leben, aber wir wissen auch, dass alles passieren kann, also denken wir auch an das Schlimmste. Es ist furchtbar."

Die Erinnerung an das Rennen vor einem Jahr bedrückt Bianchi in diesen Tagen ganz besonders.

"Ich war einer der ersten, die ihn in die Arme schließen konnten. Es war ein unglaublicher Moment. Als er aus dem Wagen stieg, sein Gesicht, wie glücklich er war, das ist eine Erinnerung, die mich auch in diesem Moment wieder aufwühlt."

Bianchi war am 5. Oktober 2014 in Suzuka auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Boliden unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Er hatte bei dem Unfall schwerste Kopfverletzungen erlitten.

Der 25-Jährige wird mittlerweile auf der Intensivstation in Nizza behandelt. Im November war er aus der Klinik im japanischen Yokkaichi dorthin verlegt worden.

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