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Spanish F1 Grand Prix
Die Krise bei Red Bull sorgt bei Helmut Marko (l.) und Renault-Motorsportdirektor Cyril Abiteboul für ernste Mienen © Getty Images

Die negative Entwicklung bei Red Bull veranlasst Helmut Marko, über einen neuen Motorenpartner nachzudenken. Ein Einstieg von Audi ist nicht mehr ausgeschlossen.

Auch nach fünf Rennen in dieser Formel-1-Saison fährt das ehemalige Weltmeister-Team von Red Bull hinterher.

In der Teamwertung sind die "Bullen" nur noch Vierter, Daniel Ricciardo liegt als besserer der beiden Piloten auf dem siebten Platz.

Diese Zahlen sind ernüchternd und alarmierend. So alarmierend, dass die Forderungen nach einem neuen Motorenpartner immer lauter werden.

"Wenn wir nicht in naher Zukunft einen konkurrenzfähigen Motor kriegen, dann kommt entweder Audi oder wir steigen aus", sagte Helmut Marko der "BBC" und brachte damit erstmals öffentlich die Ingolstädter als möglichen Ersatz für Renault ins Gespräch.

Den Franzosen werfen die Red-Bull-Bosse schon seit geraumer Zeit vor, den Einstieg der Formel 1 ins Hybridzeitalter verschlafen zu haben.

Audi nicht abgeneigt

Audi-Chef Rupert Stadler kann sich einen Einstieg in die Formel 1 offenbar vorstellen.

"Im Leben muss man offen bleiben", sagte er der Fachzeitschrift Auto Express: "Wir sind derzeit mit erfolgreichen Motorsport-Projekten ausgelastet, für die Formel 1 gilt - abwarten und mal schauen. Die Formel 1 ist eine Option für Audi. Nicht im Moment vielleicht, aber dennoch eine Option."

Audi hat am 1. November 2014 den früheren Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali verpflichtet. Er ist zuständig für die Entwicklung "neuer Geschäftsfelder in den Bereichen Dienstleistung und Mobilität."

Das kann auch als Schritt Richtung Königsklasse gedeutet werden.

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