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F1 Grand Prix of Great Britain
Sebastian Vettel bejubelt seinen dritten Platz in Silverstone © Getty Images

München und Silverstone - Sebastian Vettel dankt dem Wettergott für seinen Poidumsplatz in Silverstone. Hamilton ist happy. Rosberg hadert mit der Williams-Blockade. Massa übt Kritik. Stimmen.

Den unverhofften Sprung auf das Podium hat Sebastian Vettel gerne mitgenommen.

Nachdem dem verpatzten Qualifying mit Rang sechs misslang dem viermaligen Weltmeister beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone auch noch den Start.

Mit einer konzentrierten Leistung, starker Strategie und der Hilfe des Wettergottes katapultierte Vettel seinen Ferrari noch vorbei an den eigentlich stärkeren Williams auf Rang drei.

Entsprechend erleichtert zeigte sich der Deutsche über den späten Regen. Die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg waren aber nicht erreichbar und fuhren den nächsten Doppelsieg ein.

Speziell für Rosberg war es ein stressiges Rennen, musste er sich doch mit den Williams herumschlagen. Felipe Massa kritisierte die schlechte Boxenstrategie seines Teams, die ihn ein Podium kostete.

Nico Hülkenberg genießt seine Topform. Der Coup von Le Mans gibt ihm auch in der Formel 1 weiter Auftrieb.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Rang 1): "Die Fans haben mir das ganze Wochenende geholfen. Dafür kann ich mich nur bedanken. Die Kupplung hat funktioniert, aber irgendwie hatte ich keinen Grip am Start. Das war bei Nico wohl ähnlich. Das hat das Rennen natürlich aufregender gemacht. Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich mit dem Team beim Boxenstopp die perfekte Entscheidung getroffen. Ich bin so glücklich. Das kann sich niemand vorstellen."

Nico Rosberg (Mercedes, Rang 2): "Es war ein schwieriges Rennen. Ich hatte keine Chance, an dieser Williams-Blockade vorbeizukommen. Ich habe in diesen schwierigen Bedingungen am Ende alles gegeben, um Lewis einzuholen. Da war ich richtig gut drauf. Lewis kam immer näher. Er hat einfach mit dem Stopp die richtige Entscheidung getroffen. Das muss ich ihm lassen."

Sebastian Vettel (Ferrari, Rang 3): "Der Start und der Restart waren ganz schlecht. Das war richtig zäh. Gott sei Dank kam der Regen. Danke an das britische Wetter. Das ist etwas, das kommt sofort mit auf die Liste von Dingen, die ich an Großbritannien mag. Sonst würden wir nicht auf dem Podium stehen. Wir haben geduldig darauf gewartet. Wir haben uns richtig entschieden und als es darauf ankam eine perfekte Runde gefahren. Alle im Team haben super gearbeitet und hatten das nötige Quäntchen Glück. Das Ergebnis hatten wir nicht unbedingt verdient."

Felipe Massa (Williams, Rang 4): "Es war natürlich toll, die Mercedes zu überholen. Vielleicht bin ich - ganz bescheiden - der Fahrer, der am Start die meisten Autos überholt. Wir haben beim Regen mit dem Boxenstopp zu lange gewartet. Das hat gereicht, um den Platz auf dem Podium zu verlieren. Wir haben es vermasselt."

Nico Hülkenberg (Force India, Rang 7): "Es war ein durchweg positives Wochenende. Der Start war sensationell. Der Regen hat es nochmal spannend gemacht. Das war ein Tanz auf der Rasierklinge, hat aber viel Spaß gemacht."

Fernando Alonso (McLaren, Rang 10): "Es war ein Rennen mit vielen Ausfällen. Das hat uns zum ersten Punkt verholfen. Heute herrscht eine kleine Freude, morgen wird wieder gearbeitet."

Toto Wolff (Motorsportchef Mercedes): "Lewis hat ein fehlerfreies Rennen gezeigt. Im besten Moment hat er im Auto die Entscheidung für den Boxenstopp getroffen. Das war ein perfektes Zusammenspiel mit dem Team. Ich bin happy, weil wir gerade hier in Silverstone an unserem Sitz alles richtig gemacht haben. Wir hatten mit 2,4 Sekunden auch den besten Boxenstopp. Die Williams sind am Start wie die Raketen vorbeigezogen. Das müssen wir uns anschauen. Nico wurde leider von den Williams eingequetscht."

Rob Smedley (Chefingenieur Williams): "Wir hatten von Anfang an eine Ein-Stopp-Strategie. Wir wollten nicht zu früh reinkommen, um am Ende keine kaputten Reifen zu haben. Mercedes kam früher, daran konnten wir nichts ändern. Im Nachhinein ist es leicht, zu sagen, wir hätten aggressiver sein müssen. Es war letztendlich ein sehr gutes Wochenende. Wir waren erstmals schneller als Ferrari."

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