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Juan Manuel Fangio holte 1951 seinen ersten von fünf WM-Titeln
Juan Manuel Fangio holte 1951 seinen ersten von fünf WM-Titeln © Getty Images

Die sterblichen Überreste des fünfmaligen Weltmeisters werden aus seinem argentinischen Familiengrab geholt und untersucht. Hintergrund sind Erbstreitigkeiten.

20 Jahre nach dem Tod von Juan Manuel Fangio ist der Leichnam der Rennfahrerlegende für gleich zwei Vaterschaftstests exhumiert worden.

Die sterblichen Überreste des Argentiniers wurden am Freitag vom Familiengrab in ein Leichenschauhaus gebracht, wo Experten DNA-Proben entnahmen. Das bestätigte das Justizministerium.

Anlass für die kuriose Maßnahme sind zwei voneinander unabhängige Klagen. So sehen sich Oscar Cesar Espinoza und Ruben Vazquez jeweils als direkten Nachfahren des fünfmaligen Weltmeisters und beanspruchen Teile der Hinterlassenschaft.

Laut Espinozas Anwalt Oscar Scarcella werden die Test-Ergebnisse in 30 bis 60 Tagen erwartet.

Fangio war 1995 im Alter von 84 Jahren gestorben, am 17. Juli dieses Jahres jährte sich sein Tod zum 20. Mal.

Der Argentinier war nie verheiratet, führte aber eine lange Beziehung mit Andrea Berruet, der Mutter Espinozas. Dieser hatte den Prozess bereits 2013 angestrengt.

Fangio, der den Mythos der Mercedes-Silberpfeile prägte, liegt in seiner Heimatstadt Balcarce begraben. Er gewann die WM 1951 sowie in den Jahren 1954 bis 1957.

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