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F1 Grand Prix of Japan
Die Zuschauer an der Strecke sahen von Lewis Hamilton mehr als die Zuschauer im TV © Getty Images

Trotz des Mercedes-Doppelsieges bekommen die TV-Zuschauer Hamilton und Rosberg kaum zu sehen. Mercedes fordert eine Klärung. Angeblich steckt Ecclestone dahinter.

Mercedes feiert in Japan einen grandiosen Doppelsieg, doch im Fernsehen zu sehen sind Lewis Hamilton und Nico Rosberg kaum.

Den Deutschen fing die Regie zumindest bei seinen Überholmanövern gegen Valtteri Bottas und Sebastian Vettel ein. Weltmeister Hamilton bekamen die Zuschauer indes während seiner Fahrt zum 41. GP-Sieg seiner Karriere fast nie zu sehen. Doch nicht nur die.

"Wir konnten uns nur nach den Daten orientieren, denn am Bild konnten wir es nicht sehen. Ich weiß auch nicht, wo wir Bernie Ecclestone auf die Zehen getreten sind. Das werden wir besprechen", kündigte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Rennen in Suzuka bei Sky an.

Und Vorstandsboss Niki Lauda sagte: "Es war auch für mich wirklich merkwürdig. Es wurde nicht einmal der Boxenstopp gezeigt. Vielleicht wurde der Regisseur gegen jemanden ausgetauscht, der noch nie einen Grand Prix gemacht hat. Ich werde mit Bernie sprechen. Er kann sicher eine Antwort liefern."

Nicht nur Wolff und Lauda vermuten, dass der große Zampano der Königklasse dahinter stecken könnte.

Dem Forrmel-1-Vermarkter wird nachgesagt, dass er die Regisseure des Weltbildes, auf das sämtliche TV-Sender zugreifen müssen, zum Ignorieren der Silberpfeile aufgefordert hat.

Hintergrund: Ecclestone nimmt es Mercedes übel, dass es Red Bull nicht mit Antriebssträngen aus Stuttgart ausstatten will. Nach der Trennung von Renault steht das ehemalige Weltmeister-Team immer noch ohne Motorenpartner da.

Wolff bekräftigte vor dem Grand Prix von Japan noch einmal den Entschluss des Teams. "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es für uns keinen Sinn macht", sagte er bei RTL.

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