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Monisha Kaltenborn ist Teamchefin bei Sauber
Monisha Kaltenborn ist Teamchefin bei Sauber © Getty Images

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn hat die Beschwerde der kleinen Formel-1-Teams wegen Verletzung des europäischen Wettbewerbsrechts verteidigt.

Die Formel 1 habe "nichts mit fairem Wettbewerb zu tun", sagte die 44-Jährige der Sport Bild. Heute seien sportliche Erfolge für kleine Teams praktisch nicht mehr möglich: "Die Regeln, die gemacht worden sind, benötigen immer größere Investitionen." Vor allem die 2014 eingeführten Turbo-Hybridmotoren stehen wegen der hohen Kosten in der Kritik.

Die Entscheidung zur neuen Motorenformel fiel zudem in der sogenannten Strategiegruppe der großen Teams. Die Rennställe, die unter den finanziellen Belastungen besonders leiden, waren nicht involviert. "Man hat uns einfach vor die Tatsache gestellt: Nehmt die Motoren, die im Jahr 18 Millionen Euro kosten, oder lasst es bleiben", sagte Kaltenborn.

In Bezug auf die Verteilung von Ressourcen nennt Kaltenborn die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA als Vorbild, wo erfolglose Teams Erstzugriff auf die größten Talente haben.

Auch im Fußball erfolge die Ausschüttung der Gelder noch nach einem gerechteren Schlüssel, als in der Formel 1. "Wir haben nicht den Anspruch zu sagen, dass wir genauso viel Geld bekommen wie die Großen", sagte Kaltenborn: "Es muss nur gerechter verteilt werden. Denn auch wir tragen einen nicht unerheblichen Teil zur Show bei."

Ende September war bekannt geworden, dass Sauber und Force India eine Beschwerde bei der EU-Wettbewerbskommission eingelegt haben.

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