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München - Die Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko wird zum vollen Erfolg. Nico Rosberg wird gefeiert, Niki Lauda schwärmt von Fußballstimmung, und selbst ein Finne bekommt Gänsehaut.

Die Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko hat bei den Fahrern sichtlich Eindruck hinterlassen. 134.850 Fans im Autodromo Hermanos Rodriguez verwandelten den Kurs in Mexiko-Stadt in ein Tollhaus.

"Die Kulisse war gigantisch. Ich habe mich wie ein Rockstar gefühlt", sagte Rosberg: "Das hat alle Erwartungen übertroffen."

"Das war das beste Podium meines Lebens. Nach dem Sieg auf einer großartigen Strecke sangen Abertausende Menschen meinen Namen", schwärmte der WM-Zweite.

Williams-Pilot Valtteri Bottas war bereits zur Fahrerparade begeistert: "Ich hatte Gänsehaut."

Lokalmatador wird gefeiert

"So etwas habe ich noch nicht gesehen", sagte Weltmeister Lewis Hamilton: "Das war wie beim Fußball, die Fans waren unglaublich." Besonders laut wurde es immer bei der spektakulären Fahrt durch ein altes Baseball-Stadion - eine kaum noch für möglich gehaltene Stimmung rund um die Formel 1.

Auch Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda lobte die Verantstalter. "Das Beste, was ich je im Leben gesehen habe - was die Organisation angeht und wie die Fans mitgegangen sind", so Lauda: "Das erste Mal ist die Formel 1 unterwegs wie eine Fußball-WM. Gott sei Dank, denn Fußball ist für alle das Nonplusultra."

23 Jahre mussten die Fans auf die Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko warten. Nun entlud sich ihre ganze Sehnsucht. "Es hat ihnen richtig etwas gefehlt", sagte Nico Hülkenberg, der von der Leidenschaft der Mexikaner schwärmte: "Wahnsinn!" An den drei Tagen strömten insgesamt weit über 330.000 Zuschauer an die Strecke.

Lokalmatador Sergio Perez (Force India) kam zwar nicht über Rang acht hinaus, wurde aber trotzdem wie ein Weltmeister gefeiert. "Dieser Tag war etwas ganz Besonderes, und ich werde mich noch in vielen Jahren mit einem Lächeln auf den Lippen daran erinnern", sagte der Mexikaner. Vettel und Co. können derzeit von solchen Momenten in Deutschland nur träumen. 

Ratlosigkeit um Deutschland-GP

"Vielleicht sind die Fans etwas müde, vielleicht sind die Karten zu teuer", sagte Vettel. Nach der Ära Michael Schumacher war das Interesse der PS-Fans an den Rennen in Hockenheim und am Nürburgring zuletzt stetig zurückgegangen. In diesem Jahr fiel der Große Preis von Deutschland sogar ganz aus, weil der Veranstalter auf dem Nürburgring ein finanzielles Fiasko befürchtete und das wirtschaftliche Risiko nicht eingehen wollte.

"Es war zuletzt nicht voll - ich weiß auch nicht, was da schiefläuft", sagte Vettel. Auch für Mexiko-Sieger Nico Rosberg ist das Stimmungstief im Mercedes-Land ein Rätsel. "Ich habe keine Erklärung dafür", sagte der Wiesbadener. 

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