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Bernie Ecclestone (r., mit Sebastian Vettel) kritisiert das eigene Produkt heftig
Bernie Ecclestone (r., mit Sebastian Vettel) kritisiert das eigene Produkt heftig © Getty Images

Der Formel-1-Boss pestet gegen seine eigene Serie und stellt ihr ein vernichtendes Zeugnis aus. Besonders die Stellung von Mercedes und Ferrari findet er verhehrend.

Parallel zu den ersten Testfahrten für die Saison 2016 hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone die Königsklasse des Motorsports an die Wand gestellt.

"Die Formel 1 ist so schlecht wie nie zuvor", sagte der 85-Jährige der Daily Mail und giftete weiter: "Die Formel 1 ist voraussehbar. Ich würde mein Geld nicht ausgeben, um mit meiner Familie ein Rennen anzusehen - ausgeschlossen."

Ecclestones Ausführungen entpuppten sich auf den zweiten Blick aber weniger als Kritik an der Serie selbst, sondern an einzelnen Teams, die angeblich nur daran denken, "was kurzfristig für sie gut ist".

Die Wahrscheinlichkeit, dass Lewis Hamilton ein Rennen gewinne, sei höher als die Wahrscheinlichkeit, dass er geschlagen werde, sagte der Brite beispielhaft. "Mr. E." lenkt die Geschicke in der Königsklasse des Motorsports seit den 1970er Jahren.

Hintergrund von Ecclestones Anklage ist der Widerstand der mächtigsten Teams Mercedes und Ferrari gegen Reformen zugunsten der kleineren Rennställe, darunter die Einführung eines preisgünstigen Alternativmotors. Die Allianz der Großen bezeichnete Ecclestone als "Kartell". Er selbst bezwecke dagegen "nur das Beste für die Formel 1".

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