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Daniel Ricciardo wurde in Monaco Zweiter - weil Red Bull den Boxenstopp verpatzte
Daniel Ricciardo wurde in Monaco Zweiter - weil Red Bull den Boxenstopp verpatzte © Getty Images

Daniel Ricciardo hat seine Pole Position beim Großen Preis von Monaco in Monte Carlo nicht in einen Sieg ummünzen können. Verantwortlich dafür: Die Boxencrew seines Red-Bull-Rennstalls.

Als der bis dahin führende Ricciardo bei abtrocknender Strecke in der 32. Runde zu seinen zweiten Boxenstopp abdrehte, um auf Slicks zu wechseln, hatten die Mechaniker die richtigen Reifen nicht parat. Der Boxenstopp dauerte deutlich länger als normal.

Hamilton nahm das Geschenk an, blieb auf Rang eins und verteidigte seine Führung gegen den immer wieder attackierenden Ricciardo mit harten Manövern. Einmal knallte Hamilton dem Australier sogar die Tür zu, als der schon fast auf gleicher Höhe war. Ricciardo beschwerte sich gestenreich, die Rennkommissare ermittelten gegen Hamilton, der aber straffrei blieb.

Nach dem Rennen beschwerte sich Ricciardo aber nur über seine Mechaniker und die Verantwortlichen am Kommandostand. "Ich weiß nicht, was da passiert ist. Das nervt", sagte Ricciardo. "Wir hatten den Speed, der zweite Platz ist da undankbar."

"Ohne zu fluchen wird das schwierig"

Später wurde er noch deutlicher: "Ohne zu fluchen wird das schwierig. Wie ich mich fühle? Als wäre zum zweiten Mal in Folge ein Lastwagen mit 18 Rädern über mich drübergefahren. Ich denke, dass ich mit Barcelona so gut umgegangen bin, wie es nur möglich ist. Es war hart, danach hier zu stehen und immer noch guter Dinge zu sein. Es stinkt mir, es tut weh", sagte er.

In Barcelona vor zwei Wochen hatte Ricciardos Teamkollege Max Verstappen von einer besseren Strategie profitiert und das Rennen gewonnen. Ricciardo, eigentlich der Sonnyboy der Formel 1, war jetzt richtig sauer: "Ich hasse es, mürrisch zu sein. Ich stehe in Monaco auf dem Podest, also sollte ich extrem glücklich und dankbar sein. Ein Teil von mir wird immer dankbar sein, dass ich das hier tun darf, aber zwei Mal hintereinander, das ist schon..."

Auf eine Aussprache mit dem Team verzichtete er: "Ich denke nicht, dass wir heute irgendwas erreichen würden. Ich möchte mich hier nur aus dem Staub machen, wenn ich ganz ehrlich bin", sagte er.

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