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Lewis Hamilton (l.) zeigt sich oft und gerne mit anderen Superstars - hier Neymar (M.) und Justin Bieber © Instagram/lewishamilton

Kollege Felipe Massa kritisiert den Lebensstil von Lewis Hamilton. Der Weltmeister mache zu viel Party und konzentriere sich im Gegensatz zu Rosberg zu wenig auf die Formel 1.

Formel-1-Pilot Felipe Massa hat am Rande des Montreal-GP (3. Training ab 16 Uhr im LIVETICKER) seine ganz eigene Theorie dazu präsentiert, warum Weltmeister Lewis Hamilton zu Saisonbeginn nicht mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg mithalten konnte. 

"Lewis gewann im Vorjahr die WM, machte dann nur Party und konzentrierte sich vielleicht ein bisschen weniger auf seine Rennen. Das hat Nico sehr geholfen, die Saison an der Spitze zu starten", erklärte Williams-Pilot Massa bei der Press Association.

Rosberg gewann die ersten vier Rennen der Saison, erst beim Grand Prix in Monaco gelang Hamilton im sechsten Rennen der erste Sieg.

"Lewis hatte öfter Pech", räumte der Brasilianer ein, "aber es sind auch andere Dinge passiert wie schlechte Starts. Er hat im Vergleich zu Nico vielleicht weniger intensiv mit dem neuen Startsystem gearbeitet." Den Deutschen lobt Massa dagegen: "Er weiß und versteht zu 100 Prozent, dass am Ende jeder Punkt zählt. Und er versucht bei jedem Rennen alles, um Punkte zu holen und nichts liegenzulassen."

Dem Weltmeister fehle der Fokus, kritisiert Massa und weist auf die zahlreichen Ausflüge Hamiltons abseits der Strecke hin. Erst am Mittwoch hatte der Brite in Cleveland NBA-Finalspiel 3 zwischen den Cavaliers und den Golden State Warriors verfolgt. 

"Er bereitet sich auf sein zweites Leben nach der Formel 1 vor, aber das könnte für seine Karriere ein Problem sein", meint Massa. Das könne dazu führen, "dass die Konzentration leidet und er an manchen Tagen Punkte liegenlässt. Er muss also über seinen Lebensstil nachdenken. Er muss sich konzentrieren und das an die erste Stelle stellen, was ihm wichtiger ist."

Trotz des Ausflugs hatte Hamilton am Freitag die Bestzeit im Training hingelegt. Was er sogleich als Argument gegen Massas Theorie nutzte: "Das zeigt nur, dass ich total konzentriert auf meinen Job bin und es auch bleibe."

Dennoch wird er den Vorwurf, sich zu sehr ablenken zu lassen, nicht los - auch weil Hamilton seinen Kritikern immer wieder neues Futter liefert.

So traf er sich vor dem Kanada-GP nicht nur mit Popstar Justin Bieber, sondern zeigte sich auch beim Eröffnungsspiel der Copa America zwischen Brasilien und Ecuador mit Superstar Neymar vom FC Barcelona.

Vorher hing er mit den NBA-Stars Dwyane Wade und Chris Bosh im Monaco ab.

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