vergrößernverkleinern
Lewis Hamilton und Nico Rosberg sind nicht die besten Freunde
Lewis Hamilton und Nico Rosberg sind nicht die besten Freunde © Getty Images

Hockenheim - Vor dem Grand Prix in Hockenheim vergleicht SPORT1 die Silber-Rivalen. Viel spricht für Hamilton, Rosberg hofft auf den Heimvorteil.

Lewis Hamilton war bester Dinge. Der Formel-1-Weltmeister und WM-Führende mampfte bei der Presserunde vor dem Wochenende in Hockenheim munter Schoko-Bons, orderte sogar Nachschub und stapelte die Hüllen vor sich zu einem kleinen Berg.

Kurz zuvor hatte auch Nico Rosberg im Mercedes-Motorhome eine unbekümmerte Miene aufgesetzt. Hockenheim sei ein “sehr besonderer Fleck”, er gehe mit einem “schönen Gefühl” in das Renn-Wochenende erklärte der gebürtige Wiesbadener.

Hamilton und Rosberg - beide Silberpfeilpiloten geben sich betont lässig. Doch wer hat Vorteile im Psychoduell? SPORT1 macht den Mentalvergleich.

Hamiltons Serie

Hamilton hat fünf der letzten sechs Rennen gewonnen und das Momentum klar auf seiner Seite.

Durch seinen Sieg am vergangenen Sonntag in Budapest hat der Brite Rosberg die Führung in der Gesamtwertung entrissen, kann mit einem Erfolg in Hockenheim gelassen in die vierwöchige Sommerpause gehen. 

Rosberg erklärt zwar gebetsmühlenartig, dass er zum derzeitigen Zeitpunkt nicht auf die Punkte schaue. Doch der Druck bei nunmehr sechs Zählern Rückstand wächst. Zumal er auch in den vergangenen zwei Jahren nach gutem Auftakt den Titel im Verlauf der Saison verspielt hat.

Hamilton cool, Rosberg sensibel

Hamilton ist ein Meister der Psychospielchen. Cool. Zeigt nach außen nie Schwäche.

Ganz anders Rosberg. "Ich finde es in Ordnung, auch mal Schwächen und Fehler zuzugeben", sagte Rosberg. Und lobte sogar seinen Rivalen via Bild: "Lewis ist ein Mega-Naturtalent. Er steigt in ein Auto und ist einfach schnell."

Gelbe Flagge: Rosberg in der Defensive

So etwas käme Hamilton nicht über die Lippen. Im Gegenteil: In Budapest schwärzte er sogar seinen eigenen Teamkollegen nach dem Qualifying bei der Rennleitung an, weil dieser angeblich eine warnende Gelbe Flagge missachtet hatte.

Das Thema schlug hohe Wellen und steht am Freitag in Hockenheim auf der Agenda beim Fahrer-Meeting.

Rosberg befindet sich bei der Diskussion in der Defensive.

2014 macht Rosberg Mut

Rosberg setzt ganz auf den Heimvorteil, das ist seine große Hoffnung.

"Die Familie und viele Freunde sind da, um mich zu unterstützen. Ich habe viele gute Erinnerungen an die Strecke", sagte er.

Rosberg hat in seiner Karriere schon in den unterschiedlichen Rennserien auf dem Hockenheimring gewonnen, triumphierte dort auch beim letzten Grand Prix vor zwei Jahren in der Königsklasse.

Hamiltons einziger Sieg in Hockenheim liegt dagegen schon acht Jahre zurück.

Zumindest äußerlich lässt ihn diese Tatsache aber kalt. "Die Strecke ist für mich wie jede andere", sagte er - und schob sich noch ein Schoko-Bon in den Mund.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel