vergrößernverkleinern
Helmut Marko
Helmut Marko erlaubt sich einige Seitenhiebe gegen die Konkurrenz © Getty Images

Helmut Marko unterstellt Mercedes und Ferrari Abwerbeversuche - und macht sich über Lewis Hamilton lustig. Auch zum Thema Sicherheit hat er eine radikale Meinung.

Helmut Marko, Berater von Red Bull Racing, hat vor dem Großen Preis von Ungarn (ab 14.00 Uhr im LIVETICKER) kräftig gegen die Konkurrenten von Mercedes und Ferrari ausgeteilt.

Er unterstellt den beiden Rennställen, dass sie über kurz oder lang versuchen würden, die Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo abzuwerben – auch der Technische Direktor Adrian Newey sei ein Ziel.

Marko ist sich sicher: Es gab viele Abwerbeversuche. "Natürlich, die gibt es immer. Auch von Mercedes. Oder glauben Sie, dass Niki Lauda (Aufsichtsrat bei Mercedes, Anm. d. Red.) ganz zufällig bei unserem Adrian Newey vorbeifährt? Wir haben unsere Top-Leute bis 2020 an Red Bull gebunden", sagte Marko im Interview mit der Bild.

Sorgen, dass die Konkurrenz sich einen der Fahrer schnappt, macht sich der 73-Jährige aber nicht - auch über die Rolle von Lewis Hamilton bei Mercedes hat er eine spezielle Meinung.

"Wir haben deren Probleme erkannt und mit unseren Leuten langfristige Verträge gemacht. Uns sind die ganzen Spielchen und Spekulationen auf den Wecker gegangen. Aber auch Mercedes hat keine Chance, unsere Fahrer zu kriegen. Es gibt doch Gerüchte, dass Hamilton sagt: ´Leckt mich, jetzt werde ich Schauspieler´ – was machen sie dann?"

Marko will mehr Härte in der Formel 1

Auch zum Thema Sicherheit findet der Österreicher klare Worte. Ihm ist die Formel 1 nicht mehr hart genug.

"Die Formel 1 muss wieder etwas Geiles werden, von dem der Fan sagt: Das kann ich nicht, das traue ich mich nicht. Warum war die Formel 1 denn früher so populär? Weil das Risiko ein Teil des Sports war. Diese überzogene Sicherheit, die wir jetzt haben, ist Unsinn. Und diese Idiotie mit dem Cockpitschutz Halo zerstört komplett die Formel 1", forderte der Motorsport-Chef.

Dass sich der ehemalige Weltmeister Jenson Butt für mehr Sicherheit einsetzt, zieht Marko ins Lächerliche: "Der Button, der 10 Millionen bekommt, soll halt aussteigen und in Pension gehen. Sicherheit gut und schön, aber es darf nicht sein, dass ein Skifahrer gefährlicher lebt als ein Formel-1-Fahrer."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel