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F1 Grand Prix of Singapore - Qualifying
Mercedes-Sportchef Toto Wolff musste bis zum Ende um Nico Rosbergs Sieg zittern © Getty Images

Mercedes-Sportchef Toto Wolff wäre ob des Zittersiegs von Nico Rosberg fast ein Unglück passiert. Im Red-Bull-Lager ist man dagegen zwiegespalten. Die Stimmen.

Nico Rosberg zittert sich beim Großen Preis von Singapur zu seinem dritten Sieg in Folge. Mercedes-Sportchef Toto Wolff wäre deshalb sprichwörtlich fast ein Ungeschick passiert. Bei Red Bull ist man ob des knappen Finishs zwiegespalten. 

Im Räikkönen-Lager herrscht derweil Tristesse.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und der Pressekonferenz zusammen.

Nico Rosberg (Mercedes), 1. Platz: "Es war ein hartes Wochenende. Das Qualifying war schon super und die halbe Miete. Mit den weichen Reifen waren die Red Bull auf Augenhöhe. Letzen Endes wurde es durch den Stopp von Daniel Ricciardo noch knapp, aber es hat alles geklappt. Auf die Punkte in der WM konzentriere ich mich nicht. Ich bleibe meiner Linie treu - ein Rennen ums andere, abgerechnet wird erst später."

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Zur Entscheidung, auf den letzten Stopp zu verzichten: "Wir wussten, halten wir jetzt an, dann hätten wir alles verloren. Wir sahen anhand des Geschehens auf der Bahn, dass wir voll in den Verkehr hinaus gekommen wären, hätten wir ebenfalls angehalten. Wir mussten draußen bleiben."

Daniel Ricciardo (Red Bull), 2. Platz: "Wir sind am Ende nah rangekommen, hatten Gelegenheiten, aber ich bin nicht enttäuscht. Wir haben ein super Rennen geliefert, der zweite Platz fühlt sich super an. Es ist jetzt leicht zu sagen, ich hätte eine Runde mehr gebraucht, vielleicht auch zwei, aber Fakt ist – meine Reifen waren zum Schluss tot."

Lewis Hamilton (Mercedes), 3. Platz: "Herzlichen Glückwunsch an Nico. Er hat den Sieg verdient und ist fantastisch gefahren. Ich habe alles gegeben. Wenn du einen Fehler machst, ist es nicht toll, aber es hat keinen Unterschied zum Ergebnis gemacht. Ich musste zudem sehr auf die Bremsen achten, es war also ziemlich egal, mit was für einer Strategie ich fahren würde. Wenn man auf letztes Jahr schaut, dann ist es kein Problem, dass ich nun Rückstand auf Nico habe."

Kimi Räikkönen (Ferrari), 4. Platz: "Ich bin auf der Strecke an Hamilton vorbeigekommen, weil er einen Fehler gemacht hat. Danach weiß ich nicht, was passiert ist. Wir haben es irgendwie geschafft, ihm die Position zurückzugeben, das war nicht ideal. Das Auto hat sich ganz gut verhalten. Es war natürlich schwierig zu überholen, aber andere haben Fehler gemacht."

Sebastian Vettel (Ferrari), 5. Platz: "Mehr war nicht drin. In Runde 20 habe ich auf eine weitere Safety-Car-Phase gehofft, aber die kam nicht. Danach war die Lücke sehr groß. Ich bin trotzdem noch mit frischen Ultrasoft-Reifen durchs Feld gepflügt. Ich hatte einen ziemlich schlechten Start. Ich denke, der Speed war gut. Es ist ein Ergebnis, mit dem wir gut leben können. Wo wir jetzt weniger Sorgen haben, ist die Motorenanzahl bis Ende der Saison."

Nico Hülkenberg (Force India), ausgeschieden: "Physisch ist alles okay, mental bin ich natürlich frustriert und enttäuscht. Wenn man nur 50 Meter weit kommt, ist das natürlich bitter. Ich hatte den besten Start meiner Saison und musste dafür jetzt einen hohen Preis zahlen. Mit einem normalen oder schlechteren Start wäre ich erst gar nicht in diese Situation gekommen." 

Christian Horner (Sportchef Red Bull): "Es war ein sehr gutes Finish, nach dem letzten Stopp hatten wir nichts mehr zu verlieren. Leider ist es am Ende nicht so gekommen, wie wir erhofft hatten."

Toto Wolff (Sportchef Mercedes): "Wir haben uns fast in die Hose gemacht. So muss Formel 1 sein, vier Fahrzeuge, alle gleich schnell und mit unterschiedlicher Strategie unterwegs. Am Ende hat Daniel Ricciardo ein wahres Feuerwerk abgebrannt, Kompliment. Nico hat ein super Wochenende hingelegt. Er war von der ersten Session im Qualifying an dominant."

Niki Lauda (Aufsichtsrat Mercedes): "Dass es so knapp war, war weder erwartet noch von der Strategie überlegt. Ich kann nur die Kappe ziehen vor Nico. Wäre er nicht von Anfang an bis zum Ende hochkonzentriert gefahren, hätte es nicht gereicht. Ricciardo war mit Auto und der Strategie schneller."

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