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F1 Grand Prix of Italy - Qualifying
Lewis Hamilton ist dreimaliger Weltmeister © Getty Images

Mit einer Machtdemonstration sichert sich Lewis Hamilton die Pole in Monza. Der Rückstand von Nico Rosberg ist überraschend groß. Max Verstappen enttäuscht.

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat im Ferrari-Land seine Ausnahmestellung in der Formel 1 untermauert und sich die Pole Position beim Großen Preis von Italien (ab 13.45 Uhr im LIVETICKER) gesichert.

Der Weltmeister drehte in 1:21,135 Minuten die schnellste Runde im Qualifying, mit einer halben Sekunde Vorsprung deklassierte er seinen zweitplatzierten Teamrivalen Nico Rosberg geradezu - und sicherte sich zum fünften Mal die Pole in Monza. Das hatten zuvor nur die Formel-1-Legenden Ayrton Senna und Juan Manuel Fangio geschafft.

"Ich bin unglaublich stolz, dass mein Name jetzt in einem Atemzug mit diesen Legenden genannt wird", sagte Hamilton, "das hätte ich nie erwartet. Ich bin dem Team sehr dankbar." Rosberg gestand indes ein, dass er im entscheidenden Moment "einfach nicht schnell genug" war. 

Rekord für Hamilton und Rosberg

Die Favoritenrolle ist damit klar vergeben: Bei den vergangenen sechs Ausgaben des Rennens auf dem legendären Hochgeschwindigkeits-Kurs gewann stets der Pole-Setter - nicht nur deshalb spricht alles für Hamilton. Der Engländer, der schon 2012, 2014 und 2015 in Monza gewann, war auch im Training am Freitag und am Samstag schnellster Mann.

In der Gesamtwertung führt Hamilton mit neun Zählern vor Rosberg, und die beim vergangenen Rennen in Belgien verlorenen Punkte will er sich nun so schnell wie möglich zurückholen.

In Spa musste der 31-Jährige wegen einer Strafe vom 21. Rang starten, Rosbergs Sieg war in der Folge nicht gefährdet. Für Hamilton gehe der Saisonendspurt daher "jetzt richtig los", sagte er.

Vettel: "Mercedes in einer eigenen Liga"

Ferrari scheint im letzten Europa-Rennen des Jahres wieder in die Spur zu finden. Die Scuderia war in der Team-WM zuletzt hinter Red Bull Racing zurückgefallen, auf dem heimischen Kurs brachten die Roten nun das für dieses Jahr letzte Motoren-Update ins Auto.

Vettel landete vor seinem finnischen Teamkollegen Kimi Räikkönen, der Vierter wurde. "Ich freue mich sehr für das Team, dass wir die zweite Reihe gesichert haben. Die Lücke nach vorne ist aber zu groß, Mercedes war in einer eigenen Liga", sagte Vettel.

Das erste Podest seit Anfang Juli ist greifbar, der erste Heimsieg für Ferrari seit 2010 wäre aber nur bei großen Problemen der Silberpfeile realistisch. Immerhin dürfen die Tifosi weiter von Ferrari-Triumphen in Monza träumen: Am Freitag hatten der italienische Automobil-Verband ACI und F1-Boss Bernie Ecclestone die Verlängerung des auslaufenden Vertrages um drei Jahre verkündet.

Verstappen nur in Startreihe vier

Die zuletzt so starken Red Bull hatten offensichtlich mit den einzigartigen Anforderungen der Strecke zu kämpfen. Durch die Nachteile des Renault-Motors reichte es für Daniel Ricciardo und Max Verstappen nur für die Plätze sechs und sieben, Williams-Pilot Valtteri Bottas platzierte sich davor auf dem fünften Rang.

Nico Hülkenberg im Force India wurde Neunter, Rookie Pascal Wehrlein überzeugte im unterlegenen Manor mit dem 14. Rang.

Durch eine Strafe gegen Haas-Pilot Romain Grosjean startet er am Sonntag von Rang 13 - und hatte mit diesem Ergebnis nur ein kleines Problem. "Ich bin sehr abergläubisch, Platz 13 gefällt mir eigentlich gar nicht", sagte Wehrlein bei RTL: "Aber das ist natürlich ein tolles Ergebnis."

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